gms | German Medical Science

Informationsplattform open-access.net

Deutschland, Land der Ideen

Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI)

Leitlinien 

1. Ziele und Aufgaben

Das Portal German Medical Science (gms) ist das interdisziplinäre Publikationsportal der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Erstellt in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) und der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) bietet es freien Zugang (Open Access) zu qualitätsgeprüften medizinischen Fachartikeln. Das Portal German Medical Science bietet allen Wissenschaftlern aus dem medizinischen Bereich die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse innerhalb von Zeitschriften, Kongressbeiträgen und Forschungsberichten online zu publizieren.

gms verfolgt das Ziel, qualitätsgeprüfte medizinische Fachartikel und Forschungsdaten im Open Access zu veröffentlichen. gms verpflichtet sich im Rahmen seiner technischen und organisatorischen Möglichkeiten dazu:

  • einen dauerhaften freien Zugriff auf die Publikationen zu gewährleisten
  • die Dokumente langfristig zu archivieren und in den Datenbanken des DIMDI zu erschließen
  • die Zitierbarkeit durch persistente Identifikatoren zu sichern
  • die Publikationen in nationalen und internationalen Referenzdatenbanken zu verbreiten

2. Open-Access-Policy und Urheberrechte

Alle Publikationen des gms-Portals sind Open-Access-Dokumente und stehen unter den Creative Commons-Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Sie dürfen vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.

Der Autor als Urheber der wissenschaftlichen Leistung verfügt weiterhin über alle Rechte an seiner Veröffentlichung. Er überträgt gms lediglich das einfache Recht zur Online-Publikation und zur elektronischen Speicherung in Datenbanken. Diese Bestimmungen werden im Autorenvertrag des Portals German Medical Science näher erläutert. 

3. Technischer Betrieb, Langzeitverfügbarkeit und Sicherheit

Technischer Betreiber der Plattform ist das DIMDI. Die dauerhafte und freie Verfügbarkeit der Dokumente wird angestrebt. Vorbehaltlich einer grundlegenden Änderung der Voraussetzungen des DIMDI-Serviceangebots, beträgt die minimale Verfügbarkeitsdauer fünf Jahre. In begründeten Fällen kann die Verbreitung räumlich (z.B. Einschränkung oder Ausgrenzung einzelner IP-Adressen-Bereiche) oder zeitlich befristet werden. Eine Strategie zur digitalen Langzeitarchivierung der gms-Inhalte wird zur Zeit durch ein Projekt im Rahmen von Goportis im nationalen Rahmen entwickelt. gms ist über Goportis auch international im Bereich digitale Langzeitarchivierung vernetzt. Jedes Dokument erhält die eindeutigen persistenten Identifikatoren URN (Uniform Resource Name) und DOI (Digital Object Identifier) zur langfristigen und ortsunabhängigen Referenzierung. Etwaige notwendige Änderungen an den Dokumenten werden über Errata dokumentiert und sichtbar gemacht. Bei zurückgezogenen Artikeln bleiben die Metadaten weiter sichtbar.

4. Erschließung und Nachweis in Datenbanken

Die elektronischen Dokumente werden mit Hilfe von strukturierten, dem Dublin-Core-Standard entsprechenden Metadaten im XML-Format bibliographisch erfasst, im gms-Portal unter www.egms.de online publiziert und über die Datenbanken des DIMDI suchbar gemacht. Die Struktur der Datenbanken ist unter http://www.dimdi.de/static/de/db/dbinfo/ga03.htm und http://www.dimdi.de/static/de/db/dbinfo/gm03.htm dokumentiert. Die Sacherschließung durch freie Schlagwörter in deutscher und englischer Sprache erfolgt in der Regel durch den Autor.

Die Beiträge werden je nach Eignung und erfolgter Aufnahme der Zeitschrift in verschiedene nationale und internationale Datenbanken und Suchportale integriert, z.B. DOAJ, MEDLINE, MEDPILOT, PubMed Central

5. Publikationstypen und Nutzergruppen

Das Portal enthält drei Publikationsbereiche:
1. Zeitschriften:
Innerhalb der Fachzeitschriften werden qualitätsgeprüfte Beiträge aus unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten veröffentlicht. „GMS German Medical Science - an Interdisciplinary Journal“ als elektronische Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) publiziert interdisziplinäre Original- und Übersichtsarbeiten mit Peer-Review aus dem Gesamtspektrum der Medizin. Die fachspezifischen elektronischen Zeitschriften einzelner Fachgesellschaften veröffentlichen unter eigenem Titel wissenschaftliche Original- und Übersichtsarbeiten aus dem jeweiligen Fachgebiet. Die Qualitätskontrolle obliegt jeweils der herausgebenden Fachgesellschaft. Für den Einreichungs- und Reviewprozess stellt gms ein webbasiertes Manuskriptverwaltungssystem zur Verfügung. Die technische Aufbereitung der angenommenen Manuskripte für die Veröffentlichung erfolgt über eine spezielle Software bei den lokalen Redaktionen oder der gms-Gesamtredaktion. Daher werden layouttechnisch keine besonderen Anforderungen an die einzureichenden Manuskripte gestellt. Die spezifischen Autorenrichtlinien sind auf den Webseiten der jeweiligen Zeitschriften aufgeführt.
gms ist offen für die Aufnahme oder Gründung weiterer medizinischer Fachzeitschriften.
2. Kongresse:
Dieser Publikationsbereich enthält Abstracts, Proceedings und Berichte von wissenschaftlichen medizinischen Fachtagungen und Kongressen. Die Veröffentlichung erfolgt nach Abschluss eines Publikationsvertrages mit der veranstaltenden Gesellschaft. Die Qualitätskontrolle und strukturelle Gestaltung der Publikation liegt bei der Fachgesellschaft. Die Beiträge werden über ein von gms zur Verfügung gestelltes Einreichungstool oder eigene Einreichungstools des Kongressveranstalters erfasst und in der gms-Gesamtredaktion aufbereitet.
3. Forschungsberichte:
Dieser Bereich umfasst im Moment hauptsächlich die vom DIMDI publizierte Schriftenreihe Health Technology Assessment.

6. Geschäftsmodell und Publikationsgebühren

Um die Nachhaltigkeit des gms-Portals zu sichern, wurde ein Geschäftsmodell entwickelt, bei dem die Kosten – einschließlich Peer Review, Redaktion, Online-Hosting und Archivierung – zum Teil durch Publikationsgebühren gedeckt werden. Diese Gebühren werden i. A. von den herausgebenden Fachgesellschaften getragen und richten sich nach Anzahl und Bearbeitungsaufwand der veröffentlichten Beiträge.