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GMS Journal for Medical Education

Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

ISSN 2366-5017

Standardisierung und Evaluation des Unterrichts im Kooperationsprojekt "Pädiatrisches Praxiscurriculum Prävention (PePP)“ der Universitätsklinik für Kinder und Jugendmedizin Heidelberg und niedergelassenen Pädiatern der Region

Standardisierung und Evaluation des Unterrichts im Kooperationsprojekt "Pädiatrisches Praxiscurriculum Prävention (PePP)“ der Universitätsklinik für Kinder und Jugendmedizin Heidelberg und niedergelassenen Pädiatern der Region

Vortrag GMA-Jahrestagung 2006

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  • corresponding author Hans Martin Bosse - Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Heidelberg, Deutschland
  • author Sören Huwendiek - Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Heidelberg, Deutschland
  • author Silvia Skelin - Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Heidelberg, Deutschland
  • author Folkert Fehr - Kinderärztliche Praxis, Sinsheim, Deutschland

GMS Z Med Ausbild 2007;24(1):Doc30

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/journals/zma/2007-24/zma000324.shtml

Veröffentlicht: 16. Februar 2007

© 2007 Bosse et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Medizinstudierende der Kinderklinik Heidelberg können seit 2004 freiwillig in pädiatrischen Lehrpraxen Erfahrungen zur präventiven Pädiatrie sammeln.

Methoden: Um Standards für Praxisunterricht zu setzen, wurden in Anlehnung an die Denver Entwicklungsskalen und das Gesundheits-Checkheft Schlüsselitems im Expertengespräch definiert.

Studierende konnten zu jedem Schlüsselitem auf einer Skala von 1 bis 3 angeben, wie aktiv sie in der Praxis werden konnten: 1 gezeigt bekommen, 2 unter Anleitung gemacht und 3 selbständig durchgeführt. Auf visuellen Analogskalen (0 trifft gar nicht zu bis 100 trifft voll zu) konnten sie Angaben zur eigenen Motivation und zu ihrem Lernerfolg machen, und ob sie die Hospitation weiterempfehlen würden.

Ergebnisse: Die teilnehmenden Studierenden (n=24) aus den letzten beiden Kursen Pädiatrie (April bis Juni 2006; n=69) schätzten ihren Lernerfolg in den Praxen hoch ein (Median 80/100) und würden die Hospitation weiterempfehlen (89/100). Sie waren überwiegend hoch motiviert für ihr Studium und das Fach Pädiatrie (Median 79/100 und 83/100).

In der Beurteilung ihrer Aktivität bezüglich der Schlüsselitems zeigte sich, dass die Studierenden in den Praxen aktiv unter Anleitung arbeiten durften (MW 1,64; SD 0,77), jedoch die Bandbreite zwischen den Praxen recht groß war (MW einzelner Praxen von 1,00 bis 2,50; Median 1,38).

Der Lernerfolg wurde von den Studierenden höher eingeschätzt, wenn sie häufiger den höheren Grad an selbständigem Arbeiten in der Praxis (3 = selbständig durchgeführt) erreichten.

Schlussfolgerung: PePP ermöglicht standardisiertes und praxisnahes Erlernen wichtiger Aspekte der pädiatrischen Prävention. Um den Lernerfolg zu maximieren wird versucht, in allen Praxen einen ähnlich hohen Grad an selbständigem Arbeiten zu erzielen.