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GMS Mitteilungen aus der AWMF

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)

ISSN 1860-4269

Unverändert hohe Bereitschaft der Fachgesellschaften zur Entwicklung und Pflege von Leitlinien

Mitteilung

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GMS Mitt AWMF 2012;9:Doc7

DOI: 10.3205/awmf000255, URN: urn:nbn:de:0183-awmf0002553

Received: February 14, 2012
Published: February 15, 2012

© 2012 Selbmann et al.
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Zusammenfassung

Nach 82 Leitlinien im Jahr 2010 wurden in 2011von den wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften der AWMF (www.awmf.org) 83 Leitlinien neu erstellt oder überarbeitetet und in das AWMF-Leitlinienregister aufgenommen. Das Leitlinienregister der AWMF (www.awmf-leitlinien.de) stellt derzeit insgesamt knapp 700 aktuelle Leitlinien der Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung. Stetig nimmt der Anteil von Leitlinien der höchsten methodischen Entwicklungsstufe (S3-Klasse) zu, während eine Reihe von S1-Leitlinien entweder nicht aktualisiert oder in die Klassen S2 bzw. S3 angehoben wurde.


Text

Unter den 104 Leitlinien der Klasse S3 im AWMF-Register befinden sich auch die Nationalen VersorgungsLeitlinien, die vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin koordiniert und von der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der AWMF herausgegeben und maßgeblich von den Fachgesellschaften der AWMF erstellt wurden. Sie behandeln die Themen Asthma, COPD, Diabetes, unipolare Depression, Herzinsuffizienz, Koronare Herzerkrankungen und Kreuzschmerz (www.versorgungsleitlinien.de). Ebenfalls zu den S3-Leitlinien gehören die Onkologischen Leitlinien, die von der AWMF in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe gefördert und herausgegeben werden

(www.leitlinienprogramm-onkologie.de).

2011 neu zur Entwicklung angemeldet wurden 231 Leitlinien, darunter 28 S3-Vorhaben. Dies ist gegenüber 2010 eine Steigerung um ca. 100 Leitlinienvorhaben und ebenfalls Ausdruck der hohen Bereitschaft der Fachgesellschaften, Leitlinien als Entscheidungshilfen für Ärzte und Patienten zum Finden der richtigen Behandlung zu entwickeln und dem Gesundheitssystem zur Verfügung zu stellen.

Die Leistungen der knapp 100 in der Leitlinienentwicklung aktiven Fachgesellschaften und ihrer Mitglieder sind deshalb besonders bemerkenswert, weil sie trotz gestiegener methodischer Anforderungen, fehlender Anerkennung der Leitlinienarbeit durch die Fakultäten, ersten juristischen Verfahren gegen bestimmte Empfehlungen der Leitlinien, hoher Sensibilität der Öffentlichkeit gegenüber Interessenkonflikten und sehr begrenzter finanzieller Unterstützung erbracht wurden.