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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e. V. (DOG)

21. - 24.09.2006, Berlin

Steele-Richardson-Olszewski-Syndrom (SROS) – ein Fallbericht

Steele-Richardson-Olszewski Syndrome (SROS) – a case report

Meeting Abstract

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  • G. Koop - Augenklinik des Universitätsklinikums Gießen
  • M. Gräf - Augenklinik des Universitätsklinikums Gießen

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.. 104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Berlin, 21.-24.09.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dogP315

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dog2006/06dog837.shtml

Veröffentlicht: 18. September 2006

© 2006 Koop et al.
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Gliederung

Text

Ziel

Das Steele-Richardson-Olszewski-Syndrom (SROS) wird durch eine Degeneration der Basalganglien und des Hirnstammes hervorgerufen. Die Verdachtsdiagnose ergibt sich aus dem klinischen Bild durch das gemeinsame Auftreten bestimmter ophthalmologischer und neurologischer Symptome. Die Diagnosesicherung ist erst post mortem durch den histopathologischen Befund möglich.

Methode

Wir berichten über einen typischen Fall eines 62-jährigen Patienten. Es erfolgten differenzierte orthoptisch-neuroophthalmologische Motilitätsprüfungen mit Videodokumentation.

Ergebnisse

Neben der typischen Sturzanamnese fielen eine Bradykinesie und Hypomimie auf. Es bestand eine vertikale Blickparese, die Sakkaden waren in typischer Weise verlangsamt, die Naheinstellungsreaktion fehlte.

Schlussfolgerungen

Die klinischen Befunde sprechen für das Vorliegen eines SROS. Aufgrund der Überschneidung der Symptome mit bekannteren neurologischen Erkrankungen wie Mb. Alzheimer oder Mb. Parkinson, der aber unterschiedlichen Therapierbarkeit und Prognose ist eine Sensibilisierung der Untersucher für die korrekte Einordnung der Störung unabdingbar.