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121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Strahlenschäden brauchen Muskellappen: der Einsatz eines doppelten Muskellappens

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  • presenting/speaker Franz Biber - Plastische Chirurgie, Florence Nightingale Krankenhaus, Kaiserwerther Diakonie, Düsseldorf, Deutschland
  • R. R. Olbrisch - Plastische Chirurgie, Florence Nightingale Krankenhaus, Kaiserwerther Diakonie, Düsseldorf, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch0392

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch432.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Biber et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Die Bestrahlung ist eine Behandlungsoption der onkologischen Therapie. Mikro- und makroskopische konsekutive Veränderungen des Gewebes als Bestrahlungsfolge sind bekannt. Diese Nebenwirkungen können kurz-, mittel-, aber auch langfristig nach Strahlentherapie auftreten. Ein lokales Lymphödem, eine zunehmende Hyalinisierung mit Reduktion des Anteiles der elastischen Fasern und thrombotische Verschlüsse von Arteriolen und Venolen können zum exulcerierenden Radioderm führen. Dann ist als einzige Therapie der Wahl das radikale Debridement und die Deckung des Defektes mit einem musculocutanen Lappen erfolgversprechend.

Material und Methoden

Im vorgestellten Fall kam es 25 Jahre nach Strahlentherapie nach Ablatio bei Mammacarcinom zur Exulceration eines Radioderms im Bereich der linken Parasternalregion. Die Vorstellung der Patientin erfolgte nach zunächst halbjähriger konvervativer Therapie.

Ergebnisse

Beim explorativen Debridement mussten aufgrund einer nekrotisierenden Chondritis bzw. Osteitis die cartilaginösen Übergänge der ersten drei Rippen, das mediale Drittel der Clavicula und Anteile des Sternums mit Sternoclaviculargelenk reseziert werden. Zur Defektdeckung wurden sekundär ein linksseitig gestielter Latissimus dorsi - Lappen und ein rechtsseitiger Pectoralis major - Lappen verwendet, wodurch der Defekt zur Ausheilung gebracht wurde.

Schlussfolgerung

Strahlenschäden brauchen Muskellappen.