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83rd Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Sprechen inoperable Oropharynxkarzinome besser auf eine Radiochemotherapie an, wenn sie HPV-assoziiert sind?

Meeting Abstract

  • corresponding author Simon Florian Preuss - HNO-Uni-Klinik Köln, Köln
  • Robert Semrau - Klinik für Strahlentherapie, Köln
  • Susanne Temming - Klinik für Strahlentherapie, Köln
  • Jens-Peter Klussmann - HNO Uniklinik, Giessen
  • Rolf Peter Müller - Klinik für Strahlenklinik, Köln
  • Christian U. Hübbers - Jean-Uhrmacher-Institut, Köln

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod285

doi: 10.3205/12hnod285, urn:nbn:de:0183-12hnod2857

Published: April 4, 2012

© 2012 Preuss et al.
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Text

Einleitung: In aktuellen Studien konnte gezeigt werden, dass Oropharynxkarzinome (OSCC) generell besser auf eine Radiochemotherapie ansprechen, wenn sie HPV-assoziiert sind. In der hier gezeigten Studie wurde untersucht, ob dieser Zusammenhang auch bei fortgeschrittenen, primär inoperablen OSCC zu finden ist.

Methode: In die Auswertung eingeschlossen wurden 52 Patienten mit inoperablem OSCC. Alle Patienten wurden mit einer Radiochemotherapie (Carboplatin/Taxol) behandelt. Es erfolgte die Bestimmung des HPV-Status aus Tumorgewebe mittels direkter HPV-PCR, sowie die immunhistochemischen Bestimmung des Surrogatmarkers p16. Weiterhin erfolgte die Ermittlung der Gesamt-Überlebenswahrscheinlichkeit und des progressionsfreien Überlebens mit der Kaplan-Meier Methode. Es wurde mit Hilfe des log-rank Tests geprüft, ob der HPV-Status die Überlebenswahrscheinlichkeiten signifikant beeinflusst.

Ergebnisse: Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied in der 2-Jahres Gesamt-Überlebenswahrscheinlichkeit zwischen p16 positiven Patienten und p16 negativen Patienten (58,2% vs. 45,7%, p=0,131) sowie zwischen HPV-positiven und HPV-negativen Patienten (58,8% vs. 45,7%, p=0,546). Für das progressionsfreie Überleben zeigte sich für den HPV-Status ebenfalls keine signifikante Korrelation. Allerdings war das progressionsfreie Überleben signifikant mit der p16 Expression korreliert. P16 positive Patienten in diesem Kollektiv wiesen ein signifikant günstigeres progressionsfreies 2-Jahres Überleben auf (76,5% vs. 37,1%, p=0,005).

Schlussfolgerung: Die Expression des Surrogatmarkers p16 scheint mit einer signifikant höheren Wahrscheinlichkeit für ein progressionsfreies Überleben einherzugehen. Die Bestimmung von p16 könnte daher eine Vorhersage für das Ansprechen auf Radiochemotherapie bei Patienten mit inoperablem OSCC erlauben. Der direkte Nachweis von HPV-DNA scheint dahingegen keine prognostische Relevanz in diesem Patientenkollektiv zu haben.