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Förderung von Diversität und Integration in Teams der Rehabilitation durch adaptive digitale Diversitätstrainings
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| Published: | September 6, 2024 |
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Die Eingliederung von internationalen Fachkräften stellt eine zunehmende Notwendigkeit für Rehabilitationseinrichtungen dar, geht jedoch mit vielfältigen Schwierigkeiten einher. Besonders herausfordernd ist die erfolgreiche Integration dieser Kräfte in bestehende Teams. Das Ziel des vorgestellten Projekts ist die Entwicklung eines vollständig digitalisierten Trainingstools für das Gesundheitspersonal und das Personalmanagement in Rehabilitationszentren. Die Schulungsinhalte sollen gezielt darauf ausgerichtet sein, sowohl das vorhandene Personal mit und ohne Migrationsgeschichte als auch neu rekrutierte Fachkräfte aus dem Ausland zu erreichen. Dabei werden nicht nur kulturelle, ethnische und migrationsbezogene Diversitätsaspekte berücksichtigt, sondern auch deren Interaktion mit anderen Faktoren wie Geschlecht/Gender und Alter. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit drei Rehabilitationszentren und deren Mitarbeitenden partizipativ entwickelt. Dabei kommen qualitative und quantitative Forschungsmethoden zum Einsatz. In drei Entwicklungsworkshops mit 6 bis 10 Personen der Zielgruppe werden die Grundlagen und Inhalte des Trainings definiert. Es folgen im Anschluss an die Entwicklung des Online-Trainingstools zusätzliche Evaluationsverfahren: Ein 'Cognitive Walkthrough' mit 8 bis 12 Teilnehmenden zur Prozessevaluation sowie eine qualitative Ergebnisbewertung mittels 8 bis 10 problemzentrierter Interviews. Die partizipativen Entwicklungsworkshops ermöglichen die gemeinsame Erarbeitung und Implementierung der adaptiven Online-Lernangebote mit den kooperierenden Einrichtungen. Dabei fließen sowohl praktische Erfahrungen als auch bewährte didaktische Methoden in die Entwicklung des Online-Trainingstools ein. Das Diversitätstraining sowie Onboarding- und Integrationsrichtlinien für Rehabilitationszentren werden durch adaptives Lernen digital angeboten. Dabei werden individuelle Lernpfade automatisiert auf Teilnehmende zugeschnitten und als Mikrolerneinheiten bereitgestellt. Diese Angebote bleiben im Anschluss des Projektes dauerhaft und kostenfrei für Rehabilitationszentren zugänglich.
Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Die Autoren geben an, dass ein positives Ethikvotum vorliegt.
