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50. Tagung der Bayerischen Urologenvereinigung und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie

02.05. - 04.05.2024, München

Einfluss präoperativer EGFR- und HER2-Plasmaspiegel auf Überlebensraten nach radikaler Zystektomie bei nicht-metastasiertem Urothelkarzinom der Harnblase

Meeting Abstract

  • Jakob Klemm - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  • Katharina Oberneder - Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
  • presenting/speaker Robert Schulz - Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
  • Victor Schuettfort - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  • Shahrokh F. Shariat - Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich

Bayerische Urologenvereinigung. Österreichische Gesellschaft für Urologie und Andrologie. 50. Tagung der Bayerischen Urologenvereinigung und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie. München, 02.-04.05.2024. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2024. Doc24urobay83

doi: 10.3205/24urobay83, urn:nbn:de:0183-24urobay835

Veröffentlicht: 26. April 2024

© 2024 Klemm et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Ergebnisse nach radikaler Zystektomie (RZ) bei Urothelkarzinom der Harnblase sind variabel. Bestehende Biomarker bieten begrenzte Vorhersagekraft bezüglich Krankheitsprogression oder Rezidiven. Vor diesem Hintergrund, evaluiert unsere Studie den Einfluss präoperativer EGFR- und HER2-Plasmaspiegel auf klinisch-pathologische Charakteristika und Überlebensraten.

Methoden: In dieser retrospektiven Analyse wurden 1.036 Patienten mit nicht-metastasiertem Urothelkarzinom der Harnblase, die sich an zwei medizinischen Zentren einer RZ unterzogen, untersucht. Die präoperativen Plasmaspiegel von EGFR und HER2 wurden am Operationstag bestimmt. Bewertet wurden als primäre Endpunkte das rezidivfreie Überleben (RFS), krebsspezifisches Überleben (CSS) und Gesamtüberleben (OS). Die statistische Auswertung beinhaltete multivariable Regressionsanalysen, Receiver-Operating-Characteristic(ROC)-Kurven und Harrel’s C-Index.

Ergebnisse: Patienten mit hohen EGFR (>2,87 μg/dL, N=519) und HER2 (>10,5 ng/ml, N=541) Plasmaspiegeln zeigten eine höhere Prävalenz von höhere pT-Stadien, lymphovaskulärer Invasion und Lymphknotenbeteiligung als solche mit niedrigeren Werten. Multivariable Analysen bestätigten eine signifikante Assoziation von EGFR und HER2 Plasmaspiegeln mit Lymphknotenbeteiligung und fortgeschrittener Tumorstadium (alle p<0,05). In multivariablen Cox-Modellen, die für präoperative Variablen adjustiert waren, waren sowohl HER2 als auch EGFR signifikant mit OS, CSS und RFS assoziiert (alle p<0,001). Das Hinzufügen von EGFR und HER2 zu den Modellen verbesserte den C-Index.

Schlussfolgerung: Präoperative EGFR- und HER2-Plasmaspiegel sind assoziiert mit RFS, CSS und OS sowie mit nicht organbegrenztem Krankheitsstadium. Nach weiterer Validierung könnten sie in die klinische Praxis integriert werden, um die Patientenselektion und die Behandlung zu optimieren.