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Begünstigt eine späte Konversion die hepatische Metastasierung im Rahmen von Karzinomresektionen am Colon im Kleintiermodell?
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Veröffentlicht: | 1. Oktober 2007 |
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Einleitung: In circa 21% der Fälle von laparoskopischen Tumorresektionen am Dickdarm ist eine Konversion von laparoskopischer zu offener Chirurgie erforderlich. Ziel dieser Studie war es, die onkologischen Konsequenzen von früher und später Konversion von Laparoskopie zu Laparotomie in einem standardisierten Kleintiermodell zu analysieren.
Material und Methoden: 60 männliche WAG/Rij-Ratten wurden in vier Operationsgruppen randomisiert:Laparotomie (LT Gruppe, n=15), Laparoskopie (LS Gruppe, n=15), Laparoskopie gefolgt von früher Konversion nach 20 Minuten (EC Gruppe, n=15) und Laparoskopie gefolgt von später Konversion nach 40 Minuten (LC Gruppe, n=15). Die totale Operationszeit in den ersten drei Gruppen betrug 60 Minuten und in der späten Konversionsgruppe 80 Minuten. Die metastatische Aussaat wurde in jeder Gruppe durch Tumorzellinjektion eines Adenokarzinomzellstammes des Rattencolons (CC 531) in die Pfortader nach 15-minütiger Operationsdauer induziert. Nach 30 Minuten wurde in den ersten drei Gruppen eine Zökumresektion durchgeführt, in der späten Konversionsgruppe nach 50 Minuten.Am 28. postoperativen Tag wurde das hepatische Tumorwachstum evaluiert (Durchmesser der Metastasen, Tumorvolumen, Lebergewicht und „Cancer index“). Für die statistische Analyse des Tumorwachstums wurden der Kruskal-Wallis-Test, Mann-Whitney u Test und Fisher’s exact Test verwendet. Die Ergebnisverteilung wird als Medianwert mit entsprechenden Interquartilen und graphisch in Form von box-and-whisker-plots wiedergegeben.
Ergebnisse: Frühe Konversion von laparoskopischer zu offener Operationstechnik führt verglichen mit reiner Laparotomie zu keinem signifikanten Anstieg des Tumorwachstums. Das hepatische Tumorwachstum war nach später Konversion verglichen mit Laparotomie (p= 0,042) und früher Konversion (p=0,0094) signifikant erhöht.
Schlussfolgerung: Aus onkologischer Sicht scheint daher eine frühe Entscheidung zur Konversion dringend indiziert, sobald technische oder anatomische Probleme auftreten.