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57. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)

28. - 30.09.2023, Berlin

Wenn der Zappelphilipp erwachsen ist – wie können Hausärzte und Psychiater bei der persistierenden Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter kooperieren?

Meeting Abstract

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  • presenting/speaker Martin D. Ohlmeier - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Ludwig-Noll-Krankenhaus, Deutschland
  • Ilka Aden - Praxis für Allgemeinmedizin, Hausarztpraxis, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. 57. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Berlin, 28.-30.09.2023. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2023. DocWS-23-01

doi: 10.3205/23degam307, urn:nbn:de:0183-23degam3075

Veröffentlicht: 27. September 2023

© 2023 Ohlmeier et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Wenn Kinder mit ADHS erwachsen werden, müssen Indikation, Kontrollen und Medikation überdacht und angepasst werden. Aber auch bei einer zunehmenden Zahl von erwachsenen Patient:innen mit psychischen Komorbiditäten (Sucht, Angst, Depression) sollte an die (differential-)diagnostische Möglichkeit einer ADHS gedacht werden.

  • Welche Auswirkungen hat ADHS auf die somatische Versorgung unserer Patient:innen?
  • Wie können Hausärzte mit Versorgungslücken im gebietsärztlichen Bereich umgehen?
  • Welche Patient:innen sollen wann zu welcher Diagnostik und zu welcher Therapie weitergeleitet werden?
  • Wann kann eine medikamentöse Therapie der ADHS von Hausärzten fortgeführt werden, und wie muss diese ggf. kontrolliert und dokumentiert werden?

Zielgruppe: Hausärztinnen, Hausärzte, MFA

Didaktische Methode: Gemeinsame Veranstaltung von Psychiatrie und Allgemeinmedizin (DEGAM und DGPPN):

Impulsvortrag zum Stand der Diagnostik und Therapie der ADHS im Erwachsenenalter (Prof. Dr. Martin Ohlmeier, FA für Psychiatrie und Psychotherapie, FA für Neurologie).

Auf dieser Grundlage folgende interaktive Erarbeitung von Möglichkeit und Grenzen der hausärztlichen Versorgung von ADHS-betroffenen Patient:innen unter den oben genannten Fragestellungen mit hausärztlich geführter Moderation (Dr. Ilka Aden, FÄ für Allgemeinmedizin).

Ziele:

  • Sensibilisierung für das Krankheitsbild ADHS (Ursachen, Differenzialdiagnose, Komorbiditäten und Therapieoptionen) aus hausärztlicher und psychiatrischer Perspektive.
  • Ausloten der Möglichkeiten der Allgemeinmedizin in der Versorgung von ADHS im Erwachsenenalter.
  • Was ist wünschenswert? Was ist möglich? Was können wir tun?

Geschätzte Anzahl Teilnehmern:innen: 20–30

Kurzvorstellung des/r Workshop Leiters/in: Diese Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkundem (DGPPN), dort dem Referat “Psychische Versorgung in der hausärztlichen Praxis“und der AG-Psychosomatik der DEGAM: Prof. Dr. med. Martin D. Ohlmeier, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Kassel, forschte viele Jahre zu ADHS im Erwachsenenalter. Es wird zusammen mit Dr. med. Ilka Aden, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Psychotherapeutin, Co-Referatsleiterin des DGPPN-Referates, tätig in der hausärztlichen Versorgung, nach Impulsreferaten mit den Teilnehmern interaktiv Probleme und Verbesserungsmöglichkeitet der Versorgung erörtern. Dies auf dem Hintergrund der Transition und abnehmender psychiatrischer Versorgungskapazitäten bei diesen, auch für Psychiater, speziellen Problemen.