gms | German Medical Science

82nd Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Optimierung des fingerfreien Sprechens nach totaler Laryngektomie mit dem Stabilisierungsring für Tracheostomapflaster

Meeting Abstract

  • corresponding author Peter Schäfer - HNO-Klinik, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier
  • Peter Kress - HNO-Klinik, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier
  • F. Peter Schwerdtfeger - HNO-Klinik, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod243

DOI: 10.3205/11hnod243, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod2432

Published: April 19, 2011

© 2011 Schäfer et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Hintergrund: Das fingerfreie Sprechen mit einer Stimmprothese und einem automatischen Tracheostomaventil ist die optimale Rehabilitation des laryngektomierten Patienten. Entscheidend für den Erfolg beim fingerfreien Sprechen ist die luftdichte Fixierung des Tracheostomaventils am Tracheostoma mit einem Tracheostomabutton oder Tracheostomapflaster. Bei ungünstiger Anatomie des Tracheostomas halten die üblichen Tracheostomapflaster dem Anblasdruck beim Sprechen nicht lange genug stand.

Methode: Angeregt durch die Eigenkonstruktion eines geplagten Patienten haben wird als zusätzliche Fixierung des Tracheostomapflasters einen Stabilisierungsring zur Dreipunktfixierung entwickelt. Retrospektiv werden die Indikationen, Komplikationen und die Erfolgsrate der Versorgung mit einem Stabilisierungsring untersucht.

Ergebnisse: In den letzten fünf Jahren wurden 24 Patienten mit dem Tracheostomastabilisierungsring versorgt. Sie konnten nur mit der Kombination aus Tracheostomapflaster und Stabilisierungsring das Tracheostoma so gut und dauerhaft abdichten, dass die Nutzung eines Tracheostomaventils möglich war. Komplikationen wurden keine beobachtet. Die Quote an Patienten die erfolgreich ein Tracheostomaventil nutzen können steigt mit dem Stabilisierungsring von 25 auf 40%. Meist waren 2 logopädische Übungsstunden zum Erlernen der Ringfixierung notwendig.

Diskussion: Der Tracheostomapflaster-Stabilisierungsring ist ein zusätzlich sinnvolles Hilfsmittel für den motivierten Patienten, der das Therapieziel des fingerfreien Sprechens erreichen möchte.