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82nd Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Entwicklung eines individuellen Pharynxstents zur Therapie ausgedehnter pharyngotrachealer Fisteln nach Laryngektomie

Meeting Abstract

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  • corresponding author Michael Herzog - Universitätsklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Halle (Saale)
  • Ingo Greiner - Greiner Epithesen GmbH, Kiel

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod194

DOI: 10.3205/11hnod194, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod1943

Published: April 19, 2011

© 2011 Herzog et al.
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Einleitung: Ausgedehnte pharyngo- (PTF)/ösophagotracheale (ÖTF) Fisteln nach Laryngektomie stellen eine große Herausforderung dar. Schlagen chirurgische Optionen fehl, liegt eine fatale Situation vor, bei der die Patienten unter permanentem Speichelaustritt durch die Fistel leiden. Die orale Kostaufnahme ist kaum möglich. Die Patienten benötigen dauerhaft eine geblockte Kanüle, deren Wechsel oft als via falsa Insertion in den Ösophagus problematisch ist. Kommerzielle Speichel-Bypass-Tubes sind wegen des geringen Tragekomforts mit stechenden Schmerzen, häufiger Dislokation und ungenügender Fistelabdichtung keine langfristige Therapieoption. Die Lebensqualität ist durch eine PTF/ÖTF erheblich eingeschränkt. Ziel des Projektes war es, einen pharyngealen Stent zu entwickeln, der durch eine anatomisch genaue Passform einen hohen Tragekomfort bei suffizienter Fistelabdichtung bietet.

Methoden: Bei 2 Patienten mit persistierender PTF/ÖTF (1,5 x 4cm) erfolgte ein Silikonabguss der oberen Luft- und Speisewege in Narkose. Nach diesem Modell wurde ein individueller Silikonstent modelliert und in Narkose eingesetzt.

Ergebnisse: Beide Patienten wiesen nach der Stenteinlage keinen Speise- oder Speichelübertritt durch die Fistel auf. Die Ernährung konnte weitgehend von PEG auf oral umgestellt werden. Eine geblockte Kanüle ist nicht mehr nötig. Durch die individuelle Passform treten keine schmerzhaften Stentdislokationen mehr auf. Die Patienten sind seit der Implantation (4 und 6 Mo) mit verbesserter Lebensqualität beschwerdefrei.

Schlussfolgerungen: Ein individuell angepasster Pharynxstent stellt eine suffiziente und tolerable Therapieoption bei persistierender PTF/ÖTF dar. Die Anpassung stellt hohe Anforderungen an die Fähigkeiten des Epithetikers.