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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Differenzierung primärer Parotis-Neoplasien: Erbringt die Kombination von Diffusionsgewichteter Echoplanarer MRT und Magnetisierungs-Transfer Bildgebung einen diagnostischen Zugewinn?

Meeting Abstract

  • corresponding author Fabian Reitmeier - Universitätsklinik für HNO, Hamburg-Eppendorf, Hamburg
  • Christina Arndt - Universitätsklinik für diagnostische und interventionelle Radiologie, UKE, Hamburg, Hamburg
  • Gerhard Adam - Universitätsklinik für diagnostische und interventionelle Radiologie, UKE, Hamburg, Hamburg
  • Rainald Knecht - Universitätsklinik für HNO, Hamburg-Eppendorf, Hamburg
  • Christian Habermann - Universitätsklinik für diagnostische und interventionelle Radiologie, UKE, Hamburg, Hamburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod663

DOI: 10.3205/09hnod663, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod6638

Published: April 17, 2009

© 2009 Reitmeier et al.
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Zielsetzung: Die Evaluation der Kombination diffusionsgewichteter, echoplanarer Bildgebung und MTI unter Benutzung der Magnetisierungs-Transfer Ratio zur Differenzierung primärer Parotis-Tumo-ren.

Material/Methoden: 145 konsekutive Patien-ten mit V.a. einen primären Parotis-Tumor wurden an einem 1,5T System untersucht. Nach Lokalisation des Tumors wurde eine DW-EPI Sequenz und eine T1-gewichtete GRE Sequenz in in-phase and opposed-phase Technik vor und nach einem 1 kHz-off-Resonanzimpuls durchgeführt. Die ADC maps und die MTI-Bilder wurden digital in MRIcro transferiert und mit einer manuell platzierten ROI ausgewertet. Statistische Auswertung mittels zweiseitigem Student’s t test mit Bonferroni Korrektur für mehrfache Testungen.

Ergebnisse: Bei 129 Patienten konnte ein primärer Parotis-Tumor histologisch nachgewiesen werden. Basierend auf den ADC Werten konnte das pleomorphe Adenom von allen anderen Tumoren (p < 0,001), außer dem myoepithelialen Adenom (p=0,054), differenziert werden. Auch mittels MTR konnten die beiden genannten Entitäten nicht differenziert werden (p= 0,394). Basierend auf den ADC Werten konnten der Warthin Tumor nicht von Mukoepidermoidkarzino-men, Azinuszellkarzino-men und Basalzelladenomen differenziert werden (p=0,094–0,604), wohingegen mittels des MTR Warthin Tumore von Basalzelladenomen unterschie-den werden konnten (p=0,004). Basierend auf den ADC Werten konnten Myoepitheliale Adenome und Mukoepidermoidkarzinome nicht von Basalzellkarzi-nomen differenziert werden(p=0,082; 0,569). Durch MTR konnten diese Entitäten differenziert werden (p=0,032; 0,014).

Schlussfolgerungen: Die Kombi-nation von DWI und MTI kann das Potential der kernspintomographischen Diagnostik in der Differenzierung primärer Parotistumoren erhöhen.