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54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

07. bis 10.09.2009, Essen

Adaptionsprobleme einer MRT-Infrastruktur für die Echokardiografie

Meeting Abstract

  • corresponding author Stefan Müller-Mielitz - Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen
  • Hashim Abdul-Khaliq - Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar
  • Petra Böttler - Universitätsklinikum, Freiburg
  • Rouven Kubicki - Universitätsklinikum, Freiburg
  • Kurt Petzuch - Deutsches Herzzentrum, München
  • Axel Rentzsch - Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar
  • Michael Vogel - Deutsches Herzzentrum, München
  • Manfred Vogt - Deutsches Herzzentrum, München

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds). Essen, 07.-10.09.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmds291

DOI: 10.3205/09gmds291, URN: urn:nbn:de:0183-09gmds2911

Published: September 2, 2009

© 2009 Müller-Mielitz et al.
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Text

Hintergrund: Die generische Nutzung der IT-Infrastruktur des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler (KN AHF) [1] ist das Ziel der IT-Verwertungsstrategie.

Material und Methoden: Als Basis dient die Bild-Datenbank, die für die pseudonymisierte Sammlung, Verarbeitung und Speicherung für MRT-Material innerhalb der klinischen Studien des KN AHF aufgebaut wurde[2]. Es wird ausschließlich der DICOM-Standard genutzt (Digital Imaging and Communications in Medicine).

Ergebnisse: Im Bereich MRT ist der DICOM-Standard weit verbreitet. Bei der Echokardiografie nutzen die Hersteller (GE, Philips) noch proprietäre Formate zwischen ihren Systemen. Realisiert ist hier die manuelle Auswahl des DICOM-Standards beim Export von Bildmaterial.

Spezielle Rohdaten im „private tag“ bei den Echokardiografie-Aufnahmen verkomplizieren den Workflow organisatorisch und technisch. Es muss sichergestellt werden, dass diese Rohdaten nach der zentralen Abspeicherung im PACS wieder auf der Hersteller-Workstation nutzbar sind. Die Dateigrößen bei der Echokardiografie (3D-Echo >250MB) sind das derzeit technisch größte Problem der webbasierten Bereitstellung, wenn der Wunsch der Nutzer die Bildbereitstellung ad hoc ist.

Teilweise gelöst ist das Problem der identifizierenden Dateneinblendungen im Bild-Material. Lösungen können hier Standard Operation Procedures (SOPs) und Qualitätssicherungs-Maßnahmen sein. Beim webupload in die Bild-Datenbank werden die DICOM-Header Informationen (Vor-, Name, Geburtsdatum) pseudonymisiert [3].

Durch die Etablierung von Standard-Protokollen für die Aufnahme- und die Auswertung bei MRT[4] und Echokardiografie [5] sind wichtige Voraussetzungen geschaffen worden, um qualitätsgesicherte Daten zu erzeugen und zu verarbeiten, die sowohl multizentrischen Studien als auch der Routinebetreuung von Patienten mit angeborenem Herzfehler zur Verfügung stehen [6].

Schlussfolgerungen: Eine direkte Übertragung der Arbeitsabläufe der Echokardiografie auf die bestehenden MRT-Workflows [7] und eine sofortige Nutzung ist nicht möglich. Es bestehen Unterschiede in den umzusetzenden Auswertungsworkflows. Zum einen bei der technischen Anbindung der Auswertungs-Zentren bei MRT (Virtual Private Network, VPN) und Echokardiografie (webbasiert), zum anderen bei den organisatorischen Anforderungen.

Soll die Analyse der Bilder on demand erfolgen, müssen die webbasierten Lösungen aus Gründen der Nutzerakzeptanz Datenkomprimierungs- und/oder Caching-Funktionalitäten als technische Hintergrundservices zusätzlich bereitstellen.

Der Aufbau einer zentralen Echo-Bild-Datenbank [8] ist möglich und wurde erfolgreich realisiert.

Danksagung: Die Arbeit wurde unterstützt durch das Kompetenznetz Angeborene Herzfehler, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung; BMBF-Förderkennzeichen 01GI0210 (1. Phase) 01GI0601 (2. Phase).

Erklärung: Die Autoren erklären, dass sie keine finanziellen Verbindungen mit einer für den Artikel relevanten Firma haben.


Literatur

1.
Kompetenznetz Angeborene Herzfehler. Kompetenznetz Angeborene Herzfehler [Internet]. 2008. Available from: www.kompetenznetz-ahf.de
2.
Müller S, Kühne T, Beerbaum P, Gutberlet M, Sarikouch S, Sax U. MRT-Infrastruktur: Kosten der zentralen Auswertung für ein Kompetenznetz [Internet]. 2008 [zitiert 2009 Feb 9]. Available from: http://www.egms.de/en/meetings/gmds2008/08gmds192.shtml External link
3.
Reng M, Debold P, Specker C, Pommerening K. Generische Lösungen der TMF zum Datenschutz für die Forschungsnetze der Medizin. Berlin: MWV; 2006.
4.
Kühne T, Gutberlet M, Sarikouch S. Arbeitsanweisung Kardiale Magnetresonanztomographie bei angeborenen Herzfehlern Querschnittsprojekt QP 2 [Internet]. 2008. Available from: http://www.kompetenznetz-ahf.de/fileadmin/documents/Klinische_Studien/MRT_Arbeitsanleitung_final_MB_20080404_Web-Version.pdf External link
5.
Böttler P, Abdul-Khaliq H, Vogel M, Vogt M. Arbeitsanweisung Diagnostische Standards des Querschnittsprojekt Echokardiographie des KN AHF [Internet]. [zitiert 2009 Feb 19]. Available from: http://www.kompetenznetz-ahf.de/fileadmin/documents/Klinische_Studien/QP3_Anleitung_final_20070820_komprimiert.pdf External link
6.
Rentzsch A, Böttler P, Vogel M, Abdul-Khaliq H. Echokardiografie bei angeborenen Herzfehlern. Med Welt. 2006:176.
7.
Müller S, Beerbaum P, Gutberlet M, Kühne T, Sax U. IT-basierte Umsetzung von Teleradiologie-Arbeitsprozessen für die klinische Forschung [Internet]. 2007 [zitiert 2009 Feb 9]. Available from: http://www.egms.de/en/meetings/gmds2007/07gmds638.shtml External link
8.
Rentzsch A, Böttler P, Vogel M, Sax U, Müller S, Lange PE, et al. Centralized archiving of digital echocardiographic data for mid and long term multicenter studies within the competence net for congenital heart disease in Germany. Cardiol Young. 2007;17:39.