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21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

27.09.-29.09.2012, Karlsruhe

Ergebnisse und Funktionsanalyse (Lungenfunktion und Cine MRT) nach Brustwandstabilisation mit einem schraubenlosen Osteosynthesesystem aus Titan bei 94 Patienten

Meeting Abstract

  • Feras AL-Sahrabani - Universitätsspital Basel, Klinik für Thoraxchirurgie, Basel, Schweiz
  • Nadine Kawel - Universitätsspital Basel, Klinik für Radiologie, Basel, Schweiz
  • Pablo Moreno de la Santa - Hospital Povisa, Thoracic Surgery, Vigo, Spanien
  • Mark Wiese - Universitätsspital Basel, Klinik für Thoraxchirurgie, Basel, Schweiz
  • Jens Bremerich - Universitätsspital Basel, Klinik für Radiologie, Basel, Schweiz
  • Michael Tamm - Universitätsspital Basel, Klinik für Pneumologie, Basel, Schweiz
  • Didier Lardinois - Universitätsspital Basel, Klinik für Thoraxchirurgie, Basel, Schweiz

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Karlsruhe, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocHS 7.4

DOI: 10.3205/12dgt24, URN: urn:nbn:de:0183-12dgt244

Published: September 17, 2012

© 2012 AL-Sahrabani et al.
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Fragestellung: Das Ziel dieser prospektiven Studie ist die Beurteilung der Brustwandbeweglichkeit und der Lungenfunktion bei Patienten nach Brustwandstabilisierung mit einem neuen, schraubenlosen Osteosynthesesystem aus Titan (STRATOS, MedXpert. Germany).

Methode: Zwischen 01/2008 und 06/2011 wurde in zwei thoraxchirurgischen Zentren bei 94 Patienten (74 Männer, 20 Frauen) mit einem Durchschnittsalter von 54 Jahren (22–88) eine Brustwandstabilisierung durchgeführt. Indikationen waren antero-laterale Flail Chest und dislozierte Rippenfrakturen mit Brustwandschrumpfung. Titan Rippenklammern wurden an den stabilen Teilen der frakturierten Rippen fixiert und mit Titanplatten miteinander verbunden. Klinische Untersuchung, Lungenfunktion (75 Patienten) und dynamische Beurteilung der Brustwandbeweglichkeit mittels Cine MRT (37 Patienten) wurden 6 Monate postoperativ durchgeführt. Bei der Cine MRT Untersuchung wurde sowohl eine seitengetrennte Volumetrie als auch eine seitengetrennte Brustwandbeweglichkeit (7 Messungen pro Seite) gemessen.

Resultate: 48 (51%) Patienten hatten diverse Begleitverletzungen vom Kopf, Abdomen, den Extremitäten und von der Wirbelsäule. Die durchschnittliche Anzahl der frakturierten Rippen war 8,4 (3–21). Die durchschnittliche Anzahl der stabilisierten Rippen war 4,3 (1–10). Im Verlauf wurden keine Plattendislokationen beobachtet. Aufgrund lokaler Infektionen mussten im Verlauf bei 2 (2,1%) Patienten die Platten entfernt werden. Die Mortalitätsrate lag bei 1% (1 Patient). Die Lungenfunktionsuntersuchung ergab einen Durchschnittswert der gemessenen Vitalkapazität (VC) von 86,1%. Bei 53 (71%) Patienten war die VC=80%. Bei 6 (8%) Patienten ergab die Lungenfunktion eine VC=70%. Die Cine MRT Untersuchung ergab keine paradoxe Beweglichkeit. Bei 86% der Patienten ergab die Cine MRT Untersuchung keine oder =10% Beweglichkeitsminderung der operierten Seite. Die Cine MRT Volumenmessung ergab bei 15% der Patienten eine Reduktion der radiologischen Vitalkapazität der operierten Seite von ≥30%.

Schlussfolgerung: Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass bei selektionierten Patienten eine schwere Brustwandinstabilität mit begleitender respiratorischer Insuffizienz wirksam mit dem schraubenlosen Osteosynthesesystem stabilisiert werden kann.