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49. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie (DGPW)

Deutsche Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie e. V.

06.10.-08.10.2011, Ulm

Lebensqualität nach Ohrmuschelplastik

Meeting Abstract

  • corresponding author Christian Bermüller - Universitätsklinik Ulm, HNO Klinik, Ulm
  • Annika Sebert - Universitätsklinik Ulm, HNO Klinik, Ulm
  • Hanspeter Kirsche - Universitätsklinik Ulm, HNO Klinik, Ulm
  • Nicole Rotter - Universitätsklinik Ulm, HNO Klinik, Ulm

Deutsche Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie. 49. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie (DGPW). Ulm, 06.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgpw004

DOI: 10.3205/11dgpw004, URN: urn:nbn:de:0183-11dgpw0041

Published: December 7, 2011

© 2011 Bermüller et al.
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Einleitung: Abstehende oder fehlgeformte Ohren können die Betroffenen psychisch belasten. Unsere Studie befasst sich mit der Messung der Lebensqualität von Patienten nach einer Otoplastik und deren Zufriedenheit mit dem Operationsergebnis.

Patienten und Methoden: In einer retrospektiven Studie wurden alle an der HNO Uniklinik Ulm bei Ohrmuscheldysplasie Grad I von Oktober 1995 bis September 2009 operierten Patienten eingeladen einen Fragebögen (POS Kopf/Hals-Fragebogen und MOS SF-36-Fragebogens) auszufüllen. Es wurde nach der aktuellen der damaligen (präoperativen) Lebensqualität/ Einschätzung der Ästhetik der Ohrmuscheln und gefragt.

Ergebnisse: Insgesamt 567 Patienten wurden im genannten Zeitraum an der Universitäts-HNO-Klinik Ulm operiert, davon waren 95 Revisionsoperationen. Von 541 angeschriebenen Patienten 164 Fragebögen (30,3%) ausgewertet werden, 59 männliche und 105 weibliche Patienten, mittl. Alter bei OP 11,1 Jahren. Beim Vergleich der prä- und postoperativen Lebensqualität (SF 36) ergeben sich signifikante Steigerungen der Lebensqualität über alle Gruppen. Bei einer Subgruppenanalyse der Patienten nach Erfahrenheit des Operateurs zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Die Einschätzung der Patienten der Ästhetik postoperativ nach POS ergab im Durchschnitt einen Punktwert von 27/ 30 im Vergleich zu 17/ 30 präoperativ, die Zufriedenheit wurde mit 8/ 11 Punkten angegeben.

Schlussfolgerung: Es kann gezeigt werden, dass sich die Operation für 95,7% der Patienten subjektiv gelohnt hat. Dieses Ergebnis bestätigt, dass mit der in Ulm angewandten OP Methode (komb. knorpelresezierendes Verfahren mit Fadenmethode) auch von weniger erfahrenen Operateuren ein guter OP Erfolg und zufriedene Patienten erreicht werden kann.