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49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e. V. (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen e. V. (VDÄPC)

29.09. - 01.10.2011, Innsbruck

Die präfabrizierte Fibula zur mikrochirurgischen Rekonstruktion von Kieferdefekten

Meeting Abstract

  • author L.U. Lahoda - UMCG, Plastische Chirurgie BB81, Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Groningen, Niederlande
  • R. Schepers - UMCG, Plastische Chirurgie BB81, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Groningen, Niederlande
  • J.L.N. Raghoebar - UMCG, Plastische Chirurgie BB81, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Groningen, Niederlande
  • J.L.N. Roodenburg - UMCG, Plastische Chirurgie BB81, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Groningen, Niederlande
  • D. Rohner - Hirslanden Cranio Faciales Centrum, Aarau, Schweiz
  • H.F. Reintsema - UMCG, Spezielle Zahnheilkunde des Universitair Medisch Centrum Groningen, Groningen, Niederlande
  • M.J.H. Witjes - UMCG, Plastische Chirurgie BB81, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Groningen, Niederlande
  • P.M.N. Werker - UMCG, Plastische Chirurgie BB81, Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Groningen, Niederlande

Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie. Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen. Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. 49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Innsbruck, 29.09.-01.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgpraecP63

DOI: 10.3205/11dgpraec251, URN: urn:nbn:de:0183-11dgpraec2510

Published: September 27, 2011

© 2011 Lahoda et al.
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Einleitung: Die Präfabrikation von freien Lappen repräsentiert den nächsten Schritt in der Entwicklung von mikrochirurgischen Rekonstruktionen. Zur Wiederherstellung von Gewebedefekten im maxillokranialen Gebiet ist die freie Fibula als Composite-Rekonstruktion der „golden standard“. Wir präsentieren unsere Technik des sekundären, mikrochirurgischen Gewebersatzes mit präfabrizierten Fibulae für Ober- und Unterkieferdefekte.

Material und Methoden: Unsere ersten Ergebnisse von in-situ präformierten Fibulae für Defekte an Ober- und Unterkiefern werden pro- und retrospektiv dargestellt. Es handelt sich dabei um eine heterogene Gruppe aus mittlerweile 18 avaskulären Kiefernekrosen und Malignomen mit und ohne Bestrahlung. 3 wurden in der konventionellen Technik nach „Rohner“ behandelt, der letzte Patient stellt den Übergang zur digitalen Planung dar. Herausgehoben wird vor allem der multidisziplinäre Ansatz durch Plastische Chirurgen, Kieferchirurgen und Zahnärzte sowie Implantologen.

Ergebnisse: Wir überblicken derzeit 4 Patienten maximal 2 Jahre und minimal 3 Monaten nach sekundärer Kieferrekonstruktion in der modifizierten Technik „nach Rohner“ und unserer Modifikation. Die Patienten sind mit dem Ergebnis durchwegs zufrieden, alle freien Transplantate sind vital, die Tragfähigkeit des Gebisses, der tägliche Einsatz und die ästhetischen, sowie funktionellen Aspekte sind sehr zufriedenstellend. Keine Implantate lockerten sich, die Einheilung erfolgte primär, es trat keine Knochenresorption im genannten Zeitraum auf.

Schlussfolgerung: Die sekundäre Rekonstruktion knöcherner Kieferdefekte infolge Tumoren, Bestrahlung oder Avaskularität bleibt eine Herausforderung an Behandler und Patienten. Die vorgestellt Technik der präfabrizierten, freien Fibula mit der Möglichkeit der sofortigen Belastbarkeit stellt aktuell die gewünschte Behandlung der genannten Problematik dar. Die digitale Planung und Umsetzung dieser Technik wird prospektiv und multidisziplinär etabliert und weiter ausgebaut.