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52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

06.10. - 08.10.2011, Bonn

Die arthroskopische Resektion dorsaler Handgelenksganglien

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Nicola Borisch - DRK-Klinik Baden-Baden, Handchirurgie, Plastische und Wiederherstellungs-Chirurgie, Baden-Baden, Deutschland
  • Corinna Linde

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Bonn, 06.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgh22

DOI: 10.3205/11dgh22, URN: urn:nbn:de:0183-11dgh223

Published: October 5, 2011

© 2011 Borisch et al.
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Fragestellung: Ziel der Arbeit war die retrospektive Untersuchung der subjektiven Ergebnisse nach arthroskopisch durchgeführten Resektionen dorsaler Handgelenksganglien.

Methodik: Von Januar 2007 bis Mai 2010 wurden 92 arthroskopische Behandlungen von dorsalen sichtbaren und okkulten Handgelenksganglien bei 88 Patienten, 66 weiblichen und 22 männlichen, mit einem Durchschnittsalter von 29,3 Jahren durchgeführt. Bei 16 Fällen handelte es sich um ein Rezidiv. Alle Patienten boten ein typisches klinisches Bild mit dorsoradialen Handgelenksschmerzen, betont bei endgradiger Handgelenksstreckung und hatten einen Druckschmerz dorsal über dem skapholunären Band. Bei in 75 Fällen durchgeführtem präoperativen MRT wurde in 66 Fällen ein Ganglion bestätigt. Die OP-Technik bestand in einer dorsalen von radio- nach mediokarpal durchgehenden Kapselfensterung in Höhe des SL-Bands. Im Rahmen einer telefonische Befragung wurden die Patienten frühestens 12 Monate postoperativ hinsichtlich folgender Kriterien untersucht: der Operation vorausgegangene Behandlung, Dauer der Beschwerden und Schmerzen (VAS) vor Operation, Bewegungseinschränkung vor Operation, Grund für die Operation, Dauer bis zur vollen Belastbarkeit nach Operation, postoperative Funktions-oder Bewegungseinschränkung, postop. Schmerzen (VAS), Rezidiv, Zufriedenheit.

Ergebnisse: Intraoperativ wurde in 57 der 88 Fälle eine Ganglionstruktur gesehen, davon 21 mediokarpal, 32 radiokarpal und 4 in beiden Gelenkabschnitten. In 64 Fällen wurde eine Kapselverdickung mit Synovialitis festgestellt. In 31 von 58 entnommen Gewebsproben wurde histolgisch Gangliongewebe oder Gewebe mit mukoider Degeneration festgestellt. Bisher wurden 64 von den 88 Patienten erreicht (73%). Eine Patientin wollte an der Befragung nicht teilnehmen. Die Befragung ist noch nicht abgeschlossen. 50 Patienten (79,4%) sind sehr zufrieden, 8 zufrieden mit Einschränkung (12,7%) und 5 sind nicht zufrieden (7,9%). 58 (92,1%) Patienten empfehlen den Eingriff weiter, 5 nicht (7,9%). Bei den unzufriedenen Patienten handelt es sich um 3 Fälle mit Rezidiv und 2 mit fraglichem Rezidiv. Die präop. angegebenen Schmerzen betrugen im Duchschnitt bei Belastung 7,2, in Ruhe 2,4, postoperativ 2,4 und 0,3 respektiv. 24 Patienten sagten, das Ganglion sei präoperativ sichtbar gewesen, 13 es sei nur bei Beugung eine leichte dorsale Schwellung sichtbar gewesen, 26 es sei nicht sichtbar gewesen. Grund für die Operation seien die Schmerzen (61), das Aussehen (1), beides (1) gewesen.

Schlussfolgerung: Mit der arthroskopischen Therapie der dorsalen sichtbaren und okkulten Handgelenksganglien kann eine sehr hohe Patientenzufriedenheit erreicht werden. Die Rezidivrate von 7,9% ist mit den Angaben der Literatur vergleichbar. Es handelt sich um ein atraumatisches Verfahren, das von den Patienten geschätzt wird.