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23. Jahrestagung der Deutschen Retinologischen Gesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Retinologie

24.09. - 25.09.2010, Freiburg

Stellenwert der Mikroperimetrie bei Patienten mit venösen Verschlüssen

Kongressabstract

  • Sibylle Winterhalter - Charité-Universitätsmedizin Berlin, Augenklinik, Campus Virchow-Klinikum und Campus Benjamin Franklin, Berlin
  • A. Lux - Universitäts-Augenklinik Düsseldorf
  • K. Huber - Universitäts-Augenklinik Düsseldorf
  • C. Scholz - Universitäts-Augenklinik Düsseldorf
  • V. Kakkassery - Charité-Universitätsmedizin Berlin, Augenklinik, Campus Virchow-Klinikum und Campus Benjamin Franklin, Berlin
  • F.M.A. Heußen - Charité-Universitätsmedizin Berlin, Augenklinik, Campus Virchow-Klinikum und Campus Benjamin Franklin, Berlin
  • A.M. Joussen - Charité-Universitätsmedizin Berlin, Augenklinik, Campus Virchow-Klinikum und Campus Benjamin Franklin, Berlin

Retinologische Gesellschaft. 23. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft. Freiburg i. Br., 24.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10rg75

doi: 10.3205/10rg75, urn:nbn:de:0183-10rg751

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/meetings/rg2010/10rg75.shtml

Veröffentlicht: 21. September 2010

© 2010 Winterhalter et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Subjektive Visusänderungen von Patienten mit venösen Verschlüssen können häufig nur unzureichend durch gängige Untersuchungsmethoden (Fernvisus, Nahvisus, OCT) in den Verlaufskontrollen nachgewiesen werden.

Methoden: In einer prospektiven Fallserie von 13 Patienten mit Zentral- oder Venenastverschluss wurde der Stellenwert der Mikroperimetrie im Vergleich zu Nahvisus, Fernvisus und OCT evaluiert. Patienten mit Makulaödem erhielten primär Bevacizumabjektionen und Patienten mit peripheren Ischämien eine Laserkoagulation. Es erfolgten 6 wöchige Kontrollen in einem 6 bis 14 monatigen follow-up. Die Mikroperimetrie wurde in 3 Analysegruppen unterteilt: 1. Alle 40 Punkte, 2. Zentrale 8 Punkte, 3. Involvierter Sektor bei Astvenenverschluss.

Ergebnisse: Es wurden 4 Patienten mit Zentralvenenverschluss und 9 Patienten mit Astvenenverschluss eingeschlossen. Patienten mit Zentralvenenverschluss hatten ein durchschnittliches Makulaödem von 718 µm und Patienten mit Astvenenverschluss von 337 µm bei Einschluss, mit durchschnittlichem Makulaödem bei letztem follow-up von 385 µm (+/–165,33). Sieben Patienten erhielten primär eine Bevacizumabinjektion und 4 Patienten eine Laserkoagulation. Der durchschnittliche Fernvisus blieb gleich (0,32+/–0,31). Der Nahvisus besserte sich in 50% (0,37+/–0,42), statistisch nicht signifikant (p=0.597). In der Mikroperimetrie verbesserte sich jedoch die mittlere Lichtempfindlichkeit statistisch signifikant von Einschluss zu letztem follow-up: Die 40-Punkte-Gruppe verbesserte sich in 50% (p=0.015) auf 10,55+/–4,91 dB. Die zentrale 8-Punkte-Gruppe verbesserte sich in 70% (0.041) auf 7,78+/–6,5 dB und die Sektorgruppe verbesserte sich in 87% (0.014) auf 9,21+/–5,51 dB.

Schlussfolgerung: Durch die Mikroperimetrie konnten subjektive Visusänderungen besser dargestellt werden als durch Fern- und Nahvisus.