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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Radioimmuntherapie und Radioimmunszintigraphie bei Kopf-Hals-Tumoren mit einem radioaktiv-markierten Antikörper gegen CK8 im SCID-Mausmodell

Meeting Abstract

  • corresponding author Christian W. Lübbers - HNO, Klinikum Großhadern, LMU, München
  • Franz Josef Gildehaus - Klinik für Nuklearmedizin, Klinikum Großhadern, LMU, München
  • Reinhard Zeidler - HNO-Forschung, Klinikum Großhadern, LMU, München
  • Olivier Gires - HNO-Forschung, Klinikum Großhadern, LMU, München
  • Stephan Lang - HNO-Klinik, Essen
  • Barbara Wollenberg - HNO, UK-SH, Campus Lübeck, Lübeck
  • Michaela Andratschke - HNO, UK-SH, Campus Lübeck, Lübeck

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod453

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod453.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Lübbers et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Im SCID-Mausmodell konnten wir bereits eine therapeutische Wirksamkeit der Radioimmuntherapie (RIT) mit '³'I-αEpCAM bei jedoch hoher Toxizität zeigen [1]. Auch CK8 wird als mögliches Zielantigen für immuntherapeutische Therapieansätze bei SCCHN diskutiert [2]. Biodistribution, Radioimmunszintigraphie (RIS) und RIT mit '³'I- bzw. '²³I- αCK8 sollen prüfen, ob eine ausreichend spezifische Anreicherung im Tumor mit therapeutischer Wirksamkeit und geringer Toxizität erreicht werden kann.

Material und Methoden: Zur Bestimmung der Biodistribution erfolgte die intravenöse Gabe von '³'I-αCK8 bei 25 SCID-Mäusen mit xenotransplantiertem Tumor. Der Anteil der applizierten Dosis in den einzelnen Organen (% ID/g) wurde nach 1h, 8h, 24h, 48h und 72h im Gammacounter gemessen. Ergänzend wurde eine RIS mit '²³I-αCK8 durchgeführt (n=5). Der therapeutische Effekt der RIT mit '³'I-αCK8 wurde anhand der Tumorvolumenänderung im Vergleich zu zwei Kontrollgruppen (NaCl bzw. AK ohne Radionuklid) bestimmt (n=25).

Ergebnisse: Biodistribution und RIS zeigen im Vergleich zu αEpCAM eine bessere Anreicherung von '³'I- bzw. '²³I-αCK8 im Tumorgewebe bei gleichzeitig geringerer Aufnahme im gesunden Gewebe. Die RIT mit '³'I-αCK8 führt dosisabhängig zu einer Tumorvolumenreduktion und zeigt eine geringe Toxizität.

Zusammenfassung: Die intravenöse Gabe von '³'I- bzw. '²³I-αCK8 führt im Vergleich zu αEpCAM zu einer verbesserten Anreicherung des Radionuklids im Tumor. Bei gleichzeitig geringerer Aufnahme im gesunden Gewebe zeigt die RIT mit '³'I-αCK8 eine gute Tumorvolumenreduktion ohne ausgeprägte Toxizität. CK8 bewährt sich damit im SCID-Mausmodell als potentielles Zielantigen für immuntherapeutische Therapieansätze bei SCCHN.


Literatur

1.
Andratschke M, Gildehaus FJ, Johannson V, Schmitt B, Mack B, Reisbach G, Lang S, Lindhofer H, Zeidler R, Wollenberg B, Luebbers CW. Biodistribution and radioimmunotherapy of SCCHN in xenotransplantated SCID mice with a 131I-labelled anti-EpCAM monoclonal antibody. Anticancer Res. 2007;27(1A):431-6.
2.
Gires O, Andratschke M, Schmitt B, Mack B, Schaffrick M. Cytokeratin 8 associates with the external leaflet of plasma membranes in tumour cells. Biochem Biophys Res Commun. 2005;328:1154-62.