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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Malignome der Nase- und Nasennebenhöhlen

Meeting Abstract

  • corresponding author Bernhard Schick - HNO-Erlangen, Erlangen
  • Susanne Mayer - HNO-Erlangen, Erlangen
  • Christoph Giesen - HNO-Erlangen, Erlangen
  • Frank Waldfahrer - HNO-Erlangen, Erlangen
  • Heinrich Iro - HNO-Erlangen, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod534

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod534.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Schick et al.
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Gliederung

Text

Eine große Fülle verschiedener Histologien sind bei Malignomen im Bereich der Nase- und Nasennebenhöhlen zu beachten. Bei der relativen Seltenheit von Malignomen in dieser Lokalisation berücksichtigen die meisten Untersuchungen eine Vielzahl von verschiedenen Tumorhistologien und weisen bei zumeist kleinen Einzelgruppen auf die Bedeutung der Histologie für die Prognose des Tumors hin.

Erfahrungen in der Behandlung von 279 Malignomen der Nase- und Nasennebenhöhlen über einen Zeitraum von 33 Jahren an der Hals-Nasen-Ohrenklinik, Kopf- und Halschirurgie der Universität Erlangen werden vorgestellt.

Als häufigste Tumorentität wurden Plattenepithelkarzinome (38%) beobachtet. Die isolierte Betrachtung von einzelnen Tumorentitäten zeigte im eigenen Patientengut eine eindeutige Verschlechterung der Prognose bei dem Befund einer Infiltration des Auges und/oder der Schädelbasis. Ein Vergleich der Therapiemodalitäten belegte, dass Therapiestrategien, die eine operative Behandlung einschließen, dem Behandlungsansatz einer alleinigen Strahlentherapie deutlich überlegen sind (10-Jahresüberlebensrate von Plattenepithelkarziomen: 43% versus 5%).

Die Erfahrungen verdeutlichen, dass bei Malignomen der Nase- und Nasennebenhöhlen von der histologischen Befundeinordnung unabhängige weitere Prognosekriterien (u.a. Infiltration von Auge, Schädelbasis) zu berücksichtigen sind. Neben der Tumorentität sollten Subtypen und der Differenzierungsgrad unter prognostischen Gesichtspunkten beachtet werden. Die chirurgische Behandlung bildet eine wichtige Säule des multimodalen Therapiekonzeptes in der Behandlung von Malignomen der Nase- und Nasennebenhöhlen.