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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Behandlung von Gefäßmalformationen (GM) in Kopf-Hals-Bereich mittels interventionell radiologischer Therapie

Meeting Abstract

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  • corresponding author Stefan Groß - HNO-Klinik Augsburg, Augsburg
  • Giesbert Leissner - Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, Augsburg
  • Walter Wohlgemuth - Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, Augsburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod366

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod366.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Groß et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Man unterscheidet GM nach Gefäßart (arteriovenös, venös, lymphatisch, gemischt) und Flussrate (high - und low - flow).

Methoden: Von 2000 bis 2005 wurden 45 Patienten mit GM behandelt, davon 6 mit GM im HNO-Bereich. ( 3 ♂, 3 ♀, Ø43,5 Jahre). Vor Therapie erfolgten Magnetresonanztomographie, farbkodierte Dopplersonographie, Angiographie und Phlebographie.

2 Patienten hatten eine lymphatische Gefäßmalformation(LGM), ein Patient eine venöse Gefäßmalformation(VGM) und 3 Patienten eine arteriovenöse high-flow Gefäßmalformation(AVM). Symptome waren Schwellung, Schmerzen, Druckgefühl und Blutungen. Die Therapie erfolgte bei AVM mit Embolisierung und ggf laserinduzierter interstitieller Thermotherapie (LITT), temperaturgesteuerter Diodenlaser 805nm Wellenlänge und diffusor-tip, bei LGM nur mit LITT und bei VGM mit Sklerosierung,. Therapieziel war die Symptomfreiheit

Ergebnisse: 2 Patienten mit LGM erhielten je 3 Sitzungen LITT mit 61% Volumenreduktion. Ein Patient mit VGM erhielt eine Sklerosierungstherapie (Varigloban) mit 70% Volumenreduktion. 3 Patienten mit AVM wurden embolisiert (PVA, Ethibloc, Onyx), die Volumenreduktion lag bei durchschnittlich 90%.

Die durchschnittliche Volumenreduktion aller Patienten lag bei 77% bis zur Symptomfreiheit.

Schlussfolgerung: Die interventionelle radiologische Therapie ist eine erfolgreiche, komplikationsarme, minimal-invasive und wiederhohlbare Therapiemethode für Gefäßmalformationen im HNO-Bereich.