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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Etablierung des "Archivs Deutsche Medizinstudierendenschaft“ als Lehrprojekt und (Lehr)forschungsplattform

Vortrag

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  • corresponding author Katharina Kulike - Berlin, Deutschland
  • Stefanie Küttner - RWTH Aachen, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Aachen, Deutschland
  • Dominik Groß - RWTH Aachen, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Aachen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocV595

doi: 10.3205/12gma230, urn:nbn:de:0183-12gma2307

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Kulike et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Das "Archiv Deutsche Medizinstudierendenschaft“ wurde als Projekt der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V., der Fachschaft Medizin und des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der RWTH Aachen initiiert. Gleichzeitig wurde das Themenfeld "Medizinstudierendenschaft“ in Form eines Lehrprojekt in den Aachener Modellstudiengang Medizin eingeführt (curricularer Rahmen: Qualifikationsprofile).

Zentrale Ziele der vorgestellten Initiativen sind:

  • die medizinhistorische Einordnung und gesellschaftswissenschaftliche Bewertung der Aktivitäten der Medizinstudierendenvertretung durch Analyse entsprechender Archivalien in Wahlpflicht-Seminarveranstaltungen
  • die wissenschaftliche Untersuchung studentischer Aktivitäten und Analyse der Ausbildungsinitiativen der Medizinstudierendenbewegung im Rahmen der Lehrforschung (derzeit wird die Perspektive der nationalen Medizinstudierendenvertretung auf die medizinische Ausbildung sowie deren Einflussnahme auf die ÄAppO seit 1990 analysiert).
  • Die aktuelle und prospektive Unterstützung der Studierendenschaft in ihrem Engagement für medizinische Ausbildung und gesellschaftspolitische Themen durch gezielte Berücksichtigung bisheriger (gescheiterter wie erfolgreicher) Initiativen ("Aus der Geschichte lernen“).

Methoden: Nach elektronischer Erschließung der Quellen wurden diese mit einer kategorisierten Schlagwortliste inhaltlich zugänglich gemacht und entsprechend der entwickelten Systematik archiviert. Die betreffenden Lehrveranstaltungen wurden evaluiert.

Ergebnisse: Derzeit sind knapp 1700 Dokumente (seit den 1960er Jahren) archiviert, zwei Seminarveranstaltungen wurden durchgeführt, hilfswissenschaftliche Mitarbeiter sorgen für die kontinuierliche Erschließung der Dokumente.

Schlussfolgerung: Durch Archivgründung und entwickelte Systematik sind Lehrveranstaltungen zur Entwicklung der Medizinstudierendenschaft ebenso möglich wie systematische Arbeiten im Bereich der Lehrforschung [1], [2], [3].


Literatur

1.
Groß D, Kulike K, Neumann N, Glahn J, Schmitz D. Von Studierenden für Studierende: Das Projekt "Archiv deutsche Medizinstudierendenschaft" und seine Bedeutung für die Weiterentwicklung der studentischen Lehre. GMS Z Med Ausbild. 2010;27(1):Doc08. DOI: 10.3205/zma000645 Externer Link
2.
Keller R. Diskursforschung - Eine Einführung für SozialwissenschaftlerInnen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften; 2011.
3.
Kulike K, Hilgers J, Störmann S, Hornung T, Dudziak J,Weinmann P, Johannink J. Kerncurriculum für die Medizinische Ausbildung in Deutschland: Ein Vorschlag der Medizinstudierenden Deutschlands. GMS Z Med Ausbild. 2006;23(4):Doc85. Zugänglich unter/availabel from: http://www.egms.de/en/journals/zma/2006-23/zma000277.shtml Externer Link