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EbM 2008: Evidenzbasierte Primärversorgung und Pflege
9. Jahrestagung Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin und
Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V.
Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft

22.02. - 23.02.2008 in Witten

Faktorielle Validierung des revidierten Fragebogens zur Partizipativen Entscheidungsfindung (PEF-FB-R)

Meeting Abstract

  • corresponding author Daniela Simon - Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, Deutschland
  • Lars Hölzel - Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, Deutschland
  • Levente Kriston - Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, Deutschland
  • Andreas Loh - Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, Deutschland
  • Martin Härter - Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, Deutschland

Evidenzbasierte Primärversorgung und Pflege. 9. Jahrestagung Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin und Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft. Witten, 22.-23.02.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08ebmV103

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/ebm2008/08ebm37.shtml

Veröffentlicht: 12. Februar 2008

© 2008 Simon et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund

Aufgrund eines Mangels an deutschsprachigen Instrumenten zur Messung der Partizipativen Entscheidungsfindung (PEF) wurde theoriegeleitet ein Fragebogen für Patienten (PEF-FB) entwickelt. Eine erste Validierung an einer indikationsübergreifenden Stichprobe führte zur Entfernung einzelner Items. Daraus resultierte eine Skala mit 11 Items, die eine akzeptable interne Konsistenz von (.77) aufwies. Anhand dieser reduzierten Skala ließen sich jedoch nicht mehr alle 9 Prozessschritte der PEF erfassen. Zudem wies die Skala starke Deckeneffekte auf.

Methoden

In einer Revision wurde der PEF-FB um 15 Items ergänzt, um den Prozess der PEF vollständig messen zu können. Zudem wurde das Antwortformat von einer 4 stufigen auf eine 6 stufige Likert Skala erweitert. An einer indikationsübergreifenden Stichprobe von N=1501 Patienten erfolgte die faktorielle Validierung anhand einer explorativen Faktorenanalyse und Reliabilitätsanalyse.

Ergebnisse

Die 26 Items des PEF-FB-R bilden einen Faktor und klären 62,4% der Varianz auf. Zwei Items weisen jedoch nur unzureichende faktorielle Ladungen auf. Reliabilitätsanalysen nach Entfernung dieser Items resultierten in einem Cronbach alpha von .98. Die Itemschwierigkeiten der 6-stufigen Likert Skala liegen zwischen 1,84 (SD=1,14) und 3,32 (SD=1,94). Alle 24 Items zeigen hohe Trennschärfen (.59-.87).

Schlussfolgerung/Implikation

Auch der revidierten Version des PEF-FB liegt eine eindimensionale Skala zugrunde. Die hohen Reliabilitäts- und Korrelationswerte weisen jedoch auf redundante Items hin. Mit der Erweiterung des Antwortformates auf eine 6 stufige Likert Skala konnte mehr Varianz in den Antworten erreicht und somit dem Problem der Deckeneffekte entgegengewirkt werden.

Damit der PEF-FB-R als praktikables und ökonomisches Instrument eingesetzt werden kann, sollte die Anzahl der Items soweit reduziert werden, dass keine Redundanzen mehr vorliegen, aber dennoch alle Prozessschritte der Partizipativen Entscheidungsfindung erfasst werden können.