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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e. V. (DOG)

21. - 24.09.2006, Berlin

Funktionelle Ergebnisse in der Behandlung der Endophthalmitis

Functional results in the treatment of endophthalmitis

Meeting Abstract

  • C. Kneifel - Augenklinik, Campus Benjamin Franklin, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin
  • L. Krause - Augenklinik, Campus Benjamin Franklin, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin
  • D. Kildal - Augenklinik, Campus Benjamin Franklin, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin
  • N. E. Bechrakis - Augenklinik, Campus Benjamin Franklin, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin
  • M. H. Foerster - Augenklinik, Campus Benjamin Franklin, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.. 104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Berlin, 21.-24.09.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dogP064

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dog2006/06dog586.shtml

Veröffentlicht: 18. September 2006

© 2006 Kneifel et al.
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Gliederung

Text

Ziel

Die akute Endophthalmitis (AE) ist eine seltene und visusbedrohende Erkrankung. Wir berichten über die Behandlung, die Komplikationen und die funktionellen Ergebnisse nach Therapie der AE.

Methode

Retrospektive Fallserie von 120 Augen von 114 Patienten (52 Frauen, 68 Männer) mit AE, die zwischen 1991 und 2004 behandelt wurden. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 24 Monate (6-84 Monate). Das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Behandlung betrug 61 Jahre (1-91 Jahre). Gründe für die AE waren septisch metastatische Infektionen (41%), postoperative Infektionen (47%) und Verletzungen (12%). Die Behandlung erfolgte durch alleinige intraokulare Injektion von Antibiotika (n=18), lokale Gabe von Antibiotika (n=11), Vitrektomie kombiniert mit intraokularen und lokalen Antibiotika (n=78), Vitrektomie mit postoperativen lokalen Antibiotika (n=7). Sieben Augen mußten aufgrund einer massiven Schädigung primär enukleiert werden.

Ergebnisse

Die häufigsten postoperativen Komplikationen waren Glaskörperblutungen (n=16), Netzhautablösungen (n=17), Aderhautabhebungen (n=4) und Sekundärglaukome (n=6). Bei 94 Patienten konnte ein besserer oder gleicher Visus erzielt werden, bei 18 Patienten kam es zu einer Visusverschlechterung.

Schlussfolgerungen

Die AE ist weiterhin eine sehr schwerwiegende Erkrankung. Durch konsequente Behandlung lassen sich in der Mehrzahl der Fälle Auge und Visus erhalten.