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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e. V. (DOG)

21. - 24.09.2006, Berlin

Gründe für sub-optimales Up-take von Katarakt-Chirurgie nach Outreach Screening Camps – Eine qualitative, explorative Studie in Andhra Pradesh, Indien

Reasons for poor cataract surgery uptake after outreach screening camps – a qualitative, exploratory study in Andhra Pradesh, India

Meeting Abstract

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  • R. P. Finger - Centre for International Health, Curtin University of Technology, Perth, Australia

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.. 104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Berlin, 21.-24.09.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dogSA.18.06

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dog2006/06dog411.shtml

Veröffentlicht: 18. September 2006

© 2006 Finger.
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Gliederung

Text

Ziel

Ziel der Studie war es, Motivation und Gründe von Personen zu untersuchen, die während Outreach Screening Camps angebotene Katarakt-Chirurgie nicht in Anspruch nahmen, obwohl sie visuell stark durch Katarakt beeinträchtigt waren.

Methode

Die Studie wurde in Kollaboration mit dem LV Prasad Eye Institute in Hyderabad durchgeführt. Semi-strukturierte Interviews mit 61 Patienten und Schlüsselinformanten (key informants) und 2 Fokusgruppendiskussionsn (FGDs) wurden eingesetzt, um Daten zu sammeln, die dann einer qualitativen Analyse mit Hilfe der Software NVivo zugeführt wurden.

Ergebnisse

Die am häufigsten identifizierten Themen, die im Zusammenhang mit nicht-Utilisation von angebotenen Services standen, waren ein Mangel an Katarakt(-krankheits)-Bewußtsein, mangelnde Informationen über bestehende Services, finanzielle Probleme und Angst vor dem Eingriff. Geschlechts-spezifische, kulturelle Faktoren und Bildungslevel waren stark mit diesen Themen verknüpft.

Schlussfolgerungen

Das zur Verfügung-Stellen eines funktionierenden und bezahlbaren Katarakt-Chirurgie-Services stellt alleine noch nicht sicher, dass dieser auch genutzt wird. Potentielle Patienten müssen über die zur Verfügung stehenden Services informiert werden. Weitergehende Forschung sollte versuchen, marginalisierte Gruppen, die nach wie vor signifikante Probleme haben, Services zu nutzen, in eine Lage zu versetzen, die ihnen den Zugang zu Services erleichtert. Individuell wahrgenommener visueller Status weicht unter Umständen stark von dem objektiv festgestellten ab.