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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e. V. (DOG)

21. - 24.09.2006, Berlin

150 Jahre wissenschaftlich dokumentierte Erfolge und Mißerfolge in der Glaukomchirurgie

Meeting Abstract

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  • M. Wenzel - Augenklinik Petrisberg, Trier

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.. 104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Berlin, 21.-24.09.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dogFR.13.07

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dog2006/06dog250.shtml

Veröffentlicht: 18. September 2006

© 2006 Wenzel.
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Gliederung

Text

Ziel

Objektivierung von Erfolgen und Misserfolgen in der Glaukomchirurgie.

Methode

Literaturrückblick der letzten 200 Jahre.

Ergebnisse

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Glaukom als Drucksteigerung neu definiert. A. v. Graefe stellte die basale Iridektomie als Operation sowohl für den Anfall als auch für das Simplex-Glaukom vor. Über 100 Jahre blieb die Iridektomie mit langfristigen Druckenkungen und Stabilisierung des Gesichtsfeldes bei 80% aller Patienten wissenschaftlich dokumentiert die erfolgreichste Operation. In den folgenden Jahrzehnten findet sich dann immer wieder das gleiche Schema: Neue Operationsmethoden werden vorgestellt, dabei werden die bisherigen Operationan als "allgemein bekannt" gefährlich und/oder unwirksam hingestellt und die neuen Verfahren versprachen (wiederum) Erfolge bei etwa 80% aller Patienten.

Schlussfolgerungen

Der Erfolg aller Glaukomoperationen ist seit 150 Jahren gleichwertig dokumentiert. Dem Medizinhistoriker fällt es oft schwer, durch Literaturstudien die heutigen Erfolge höher zu bewerten als die der Kollegen von vor 150 Jahren.