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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e. V. (DOG)

21. - 24.09.2006, Berlin

Creutzfeldt-Jakob-Krankheit – Testverfahren am Auge

Creutzfeldt Jakob-Disease: Diagnostic in corneal donation

Meeting Abstract

  • T. Bredehorn - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Martin-Luther-University Halle-Wittenberg, Halle
  • C. Weinhardt - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Martin-Luther-University Halle-Wittenberg, Halle
  • G. Turdumambetova - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Martin-Luther-University Halle-Wittenberg, Halle
  • G. I. W. Duncker - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Martin-Luther-University Halle-Wittenberg, Halle

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.. 104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Berlin, 21.-24.09.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dogDO.09.01

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dog2006/06dog066.shtml

Veröffentlicht: 18. September 2006

© 2006 Bredehorn et al.
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Gliederung

Text

Ziel

Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) ist eine immer tödlich verlaufende Prionen-Erkrankung des zentralen Nervensystems und kann durch Augengewebe übertragen werden. Um die Sicherheit von Augenhornhaut-Transplantatempfängern zu erhöhen wurde ein immunhistochemisches Testverfahren zum Nachweis von CJK-Prionen in Augengewebe entwickelt und getestet.

Methode

Die medizinischen Daten von 281 Augenhornhautspendern wurden ausgewertet. Die Spenderaugen wurden auf das Vorhandensein von CJK-Prionen mit Hilfe eines immunhistochemischen Testverfahrens unter Verwendung von Prionprotein PrPsc-Antikörpern untersucht. CJK positives Augengewebe diente als Kontrolle.

Ergebnisse

29.53% der Spender verstarben aufgrund einer intrazerebralen Blutung (83 Fälle), 28.47% an einer subarachnoidalen Blutung (80 Fälle), 16.73% an einem Schädel-Hirn-Trauma (47 Fälle), 8.54% an einem Hirninfarkt (37 Fälle), 8.54% an einem Hirn-Ödem (24 Fälle), 5% an einem hypoxischen Hirnschaden (14 Fälle), 3.56% an einer subduralen Blutung (10 Fälle) und 2.85% an einem intrakraniellen Arterienverschluß (8 Fälle). In 10 Fällen wurden bekannte neurologische oder psychiatrische Erkrankungen gefunden. Die immunhistochemische Testung wurde innerhalb von 10-14 Tagen abgeschlossen. Bei keinem Spender konnte weder ein klinischer Verdacht auf eine CJK noch deren Prionen nachgewiesen werden.

Schlussfolgerungen

Ein höchstmögliches Maß an Sicherheit bei der Augenhornhautspende ist durch die Kontrolle der medizinischen Spenderdaten vor und nach der Augengewebeentnahme erreichbar. Die vorliegenden immunhistochemischen Untersuchungen bestätigen die klinischen Daten und tragen damit zur Verbesserung der Sicherheit bei Augenhornhautspenden bei.