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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012)

23.10. - 26.10.2012, Berlin

Revisionseingriffe nach Sprunggelenksendoprothetik – Ergebnisse von verschiedenen Revisionseingriffen

Meeting Abstract

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  • presenting/speaker stephanie noelle - Endoklinik Hamburg, Endoklinik, Hamburg, Germany
  • Wolfgang Klauser - Endoklinik Hamburg, Endoklinik, Hamburg, Germany

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012). Berlin, 23.-26.10.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocWI17-884

DOI: 10.3205/12dkou055, URN: urn:nbn:de:0183-12dkou0555

Veröffentlicht: 2. Oktober 2012

© 2012 noelle et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Ziel dieser retrospektiven Studie war die Untersuchung des funktionellen und subjektiven Ergebnisses bei Patienten, welche sich nach Primärimplantation einer Sprunggelenksendoprothese einem Revisionseingriff unterziehen mussten.

Methodik: Zwischen 5/2005 - 3/2010 wurden in unserer Klinik 114 Prothesen von 1 Operateur implantiert. Die häufigste Indikation war die sekundäre, posttraumatische Arthrose. 21 Sprunggelenke mussten nach der Primärimplantation einmal oder mehrfach revidiert werden. 7 Patienten wiesen eine aseptische Lockerung mit bei 3 Patienten radiologisch sichtbaren Osteolysen auf. Bei drei Patienten wurde nur die Taluskappe gewechselt und eine Spongiosaauffüllung durchgeführt, 1 Prothese wurde komplett gewechselt und bei einem Patienten wurden nur die Osteolysen mit Spongiosa versorgt. 2 Sprunggelenke mussten bei persistierenden Schmerzen auf eine Arthrodese gewechselt werden.4 Patienten hatten einen tiefen Infekt. Bei 2 dieser Sprunggelenke erfolgte nach mehrfachem Debridement und Vac-Anlage schliesslich eine Lappenplastik; 2 erhielten eine Arthrodese. 10 Patienten wurden aufgrund einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung revidiert. Neben einer alleinigen Achillessehnentenotomie bei 3 Patienten erfolgte bei 7 Patienten eine kombinierte Tenotomie und Arthrolyse mit Abtragung einschänkender Osteophyten.

Prä- und postoperativ wurde bei allen Patienten der AOFAS Score sowie der SF-12 Test durchgeführt. Darüber hinaus erfolgten Rx Kontrollen in 0,5, 1 und 2 jährigem Abstand. 3 Patienten wiesen präoperativ Osteolysen auf. Je nach Op-Indikation wurde das radiologische und funktionelle Ergebnis durchschnittlich 2,5 Jahre postoperativ verglichen.

Ergebnisse: Ergebnis: Der AOFAS Score verbesserte sich statistisch signifikant von präoperativ durchschnittlich 32,7(22-46) auf postoperativ 69 (43-85). Ebenso zeigte sich im SF12 eine deutlich Verbesserung der körperlichen und psychischen Faktoren.

Bei 2 Patienten konnte eine Linderung schliesslich erst nach Arthrodese erzielt werden. Im Vergleich zeigten die Patienten, bei denen mehr als 1 Revisionseingriff durchgeführt werden musste ein schlechteres Outcome (AOFAS Score postop durchschnittlich 63) wie Patienten mit aseptischer Lockerung (AOFAS Score 68) oder Arthrofibrose (AOFAS Score 74).

Schlussfolgerung: Es zeigt sich eine Verbesserung der Lebensqualität sowie der Funktionalität nach Revisionseingriffen. Diese sollten zielgerichtet und problemorientiert durchgeführt werden. Die offene Arthrolyse und Achillessehnentenotomie bei Bewegungseinschränkung linderte die Beschwerden der Patienten signifikant. Die Auffüllung von periprothetischen Osteolysen mit autologer Spongiosa soll die Standzeit der Endoprothetik verbessern. Dies konnte aufgrund der kurzen Nachuntersuchungszeit dieser Studie jedoch noch nicht nachgewiesen werden.