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27. Deutscher Krebskongress

Deutsche Krebsgesellschaft e. V.

22. - 26.03.2006, Berlin

Screening in der Psychoonkologie: Die Psychoonkologische Basisdokumentation (PO-Bado) und der Fragebogen zur Belastung von Krebskranken (FBK)

Meeting Abstract

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27. Deutscher Krebskongress. Berlin, 22.-26.03.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. DocIS048

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkk2006/06dkk048.shtml

Veröffentlicht: 20. März 2006

© 2006 Herschbach.
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Gliederung

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Die Beurteilung der individuellen psychologischen Betreuungsbedürftigkeit von Krebspatienten ist ein komplexer und sehr fehleranfälliger Vorgang. In nationalen und internationalen Leitlinien wird daher zu Recht eine systematische Untersuchung aller Patienten (einer Behandlungseinheit) mit geeigneten Instrumenten empfohlen. Geeignet sind Instrumente dann, wenn sie krebsspezifisch die relevanten Inhalte erfassen, psychometrisch geprüft sind, auf Patientenakzeptanz treffen, in einem inhaltlichen Zusammenhang zu den gegebenen Behandlungsoptionen stehen und ökonomisch auwertbar sind. Vorgestellt werden ein Selbsteinschätzunginstrument für die Patienten, der Fragebogen zur Belastung von Krebskranken (FBK-R23) und ein Fremdeinschätzungsinstrument für Onkologen, die Psychoonkologische Basisdokumentation (PO-Bado). Der FBK besteht aus 23 Alltagsbelastungen, die von den Patienten jeweils nach Relevanz und Belastungsstärke beantwortet werden. Die Items gruppieren sich zu 5 Belastungsbereichen: Psychosomatische Beschwerden, Angst, Informationsdefizite, Alltagseinschränkungen und soziale Belastungen. Der Fragebogen liegt inzwischen auch in einer Kurzform mit 10 Items vor, die schnell auszuwerten ist und einen Indikationsschwellenwert für psychoonkologische Betreuung beinhaltet. Als Fremdeinschätzungsinstrument der psychologischen Belastung von Krebspatienten wird die PO-Bado vorgeschlagen. Auch hier liegt inzwischen eine Kurzform vor, die PO-Bado-KF; es werden aktuelle praktische und psychometrische Anwendungserfahrungen vorgestellt.