gms | German Medical Science

67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

11. bis 16.11.2003, Messe/ICC Berlin

Kryoablation ossärer Metastasen mit modernen Miniaturkryosonden - ist eine lokale Tumorkontrolle möglich?

Meeting Abstract (DGOOC 2003)

  • corresponding author Frank Popken - Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Josef Stelzmannstr. 9, 50924, Köln, Phone: 0221 478 4616, Fax: 0221 478 7045
  • P. König D. - Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Josef Stelzmannstr. 9, 50924, Köln, Phone: 0221 478 4616, Fax: 0221 478 7045
  • S. Fürderer - Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Josef Stelzmannstr. 9, 50924, Köln, Phone: 0221 478 4616, Fax: 0221 478 7045
  • J. Michael - Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Josef Stelzmannstr. 9, 50924, Köln, Phone: 0221 478 4616, Fax: 0221 478 7045
  • G. Winnekedong - Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Josef Stelzmannstr. 9, 50924, Köln, Phone: 0221 478 4616, Fax: 0221 478 7045
  • P. Eysel - Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Josef Stelzmannstr. 9, 50924, Köln, Phone: 0221 478 4616, Fax: 0221 478 7045

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 11.-16.11.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. Doc03dguO18-4

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2003/03dgu0924.shtml

Veröffentlicht: 11. November 2003

© 2003 Popken et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung

Moderne Miniaturkryosonden wurden bisher ausschließlich in der Abdominalchirurgie und der Urologie für die Tumorzerstörung in situ verwendet. Es wird die weltweit erste Verlaufsbeobachtung nach Ablation eines Knochentumors mit diesen Sonden am Menschen vorgestellt.

Methoden

Bei einem Patienten mit einem Prostatacarcinom lag eine Humeruskopfmetastase, die trotz Chemotherapie und Bestrahlung größenprogredient und schmerzhaft war. Es erfolgte die Kryoablation mittels insgesamt 4 über Bohrungen in den Humerus eingeführte Kryosonden unter Belassung der behandelten Metastase in situ. Der Patient wurde regelmäßig klinisch und kernspintomografisch nachkontrolliert.

Ergebnisse

Während der Operation kam es zu einer leichtgradigen Weichteilfrierung im Bereich der Rotatorenmanschette, die jedoch folgenlos ausheilte. Es fanden sich weder motorische noch sensible Defizite. Bereits 14 Tage nach der Operation war eine schmerzfreie, aktive Abduktion über die Horizontale sowie Schürzen- als auch Nackengriff möglich. Auch die kernspintomografischen Verlaufskontrollen zeigten keinerlei Hinweis auf ein Tumorrezidiv. Klinisch war der Patient beschwerdefrei bei freier Beweglichkeit der operierten Schulter.

Schlussfolgerungen

Die Kryoablation von Knochentumoren mit modernen Miniaturkryosonden bietet eine gute lokale Tumor- und Schmerzkontrolle und stellt somit eine sinnvolle Alternative zu resezierenden Maßnahmen dar. Wir beobachten keine wesentliche Komplikationen. Eine Minimierung des Operationstraumas durch navigationsgesteuerte Sondenplatzierung ist Gegenstand aktueller Versuche.