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67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

11. bis 16.11.2003, Messe/ICC Berlin

Behandlungsergebnisse infizierter Hüfttotalendoprothesen

Meeting Abstract (DGOOC 2003)

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  • corresponding author Stefan Kinkel - Orthopädische Klinik der Universität Ulm, Orthopädische Abteilung im Rehabilitationskrankenhaus Ulm, Oberer Eselsberg 45, 89081, Ulm, Phone: 0731 177 1107, Fax: 0731 177 1118
  • K.E. Dreinhöfer - Orthopädische Klinik der Universität Ulm, Orthopädische Abteilung im Rehabilitationskrankenhaus Ulm, Oberer Eselsberg 45, 89081, Ulm, Phone: 0731 177 1107, Fax: 0731 177 1118
  • W. Puhl - Orthopädische Klinik der Universität Ulm, Orthopädische Abteilung im Rehabilitationskrankenhaus Ulm, Oberer Eselsberg 45, 89081, Ulm, Phone: 0731 177 1107, Fax: 0731 177 1118

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 11.-16.11.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. Doc03dguK12-3

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2003/03dgu0641.shtml

Veröffentlicht: 11. November 2003

© 2003 Kinkel et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung

Verschiedene Therapiestrategie zur Behandlung der infizierten Hüfttotalendoprothese (HTEP) werden unter Berücksichtigung der Infektgruppe auf ihre Wertigkeit in einem unselektierten Kollektiv untersucht.

Methodik

Konsekutiv wurden 47 Patienten (17 w, 30 m) mit 49 infizierten HTEPs, die zwischen 1984 und 1997 primär behandelt oder zugewiesen wurden, erfaßt. Die Infekte wurden differenziert in früh (< 3 Mon. nach OP), spät-akut oder spät-chronisch. Follow-up Ergebnisse konnten durch erneute eigene Untersuchung bzw. standarisierte Fremduntersuchung für 46/47 Patienten nach 52 (6-137) Monaten erlangt werden.

Ergebnisse

Eine Frühinfektion trat bei 35% (17/49) der Hüften auf, eine spät-akute bei 27% (13/49) und eine spät-chronische bei 39% (19/49) vor. Die Anzahl der Revisionseingriffe belief sich auf 3,3 (1-7) pro infizierte Hüfte, die Zahl der stationären Aufenthalte auf 2,6 (1-6), die der Gesamtpflegetage auf 118, der Behandlungszeitraum auf 20 Monate. Ausheilungsergebnisse der primären Therapieoptionen: Debridement 23%, Resektionen 35%, einzeitiger Wechsel 20%, zweizeitiger Wechsel 95%. Bei weiterer Analyse im Hinblick auf die Infektgruppe zeigt sich folgende Ausheilung (in %): Debridement: früh 40, spät-akut 33, spät-chronisch 0, Resektion (-/0/67), einzeitiger Wechsel (0/-/0), zweizeitiger Wechsel (100/100/90). Eine vollständige Ausheilung wurde bei 92% (45/49) der Hüften erreicht.

Schlußfolgerung

Unabhängig von der Infektionsgruppe stellt der zweizeitige HTEP-Wechsel in den meisten Fällen die effektivste Therapie dar.