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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Tritt die Dyspareunie gehäuft nach transvaginaler Cholezystektomie und Appendektomie auf? – Unsere Erfahrungen an über 120 Patientinnen

Meeting Abstract

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  • Thomas Reinkensmeier - Krankenhaus Bietigheim, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Bietigheim-Bissingen
  • Oliver Schunter - Krankenhaus Bietigheim, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Bietigheim-Bissingen
  • Michael Butters - Krankenhaus Bietigheim, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Bietigheim-Bissingen

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch812

DOI: 10.3205/11dgch812, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch8126

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Reinkensmeier et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Seit Oktober 2008 führten wir in unserer Klinik mehr als 120 transvaginale Cholezystektomien und Appendektomien in Hybridtechnik durch.Ziel unserer Untersuchung war es nachzuprüfen, ob dieser Zugang auf Dauer Auswirkungen auf die Sexualfunktion hat.

Material und Methoden: Die von uns operierten Patientinnen wurden nach vier bis sechs Wochen von ihrem niedergelassenen Gynaekologen nachuntersucht und anschließend durch uns, sowohl sechs Wochen, als auch ein Jahr nach OP, telefonisch befragt nach postoperativen Einschränkungen oder Schmerzen insbesondere in Bezug auf ihr Sexualverhalten.

Ergebnisse: Bei allen Patientinnen war der vaginale Zugang reizlos abgeheilt. In einem Fall war nach zwei Wochen po eine konservativ zu behandelnde Nachblutung aus einer vaginalen Einstichstelle aufgetreten.

Nach fünf Wochen im Durchschnitt wurden die sexuellen Aktivitäten wieder aufgenommen. Keine der Patientinnen berichtet über Dyspareunie oder eine andere Art der Einschränkung.

Schlussfolgerung: Aufgrund unserer Erfahrungen sehen wir die transvaginalen Operationen als eine sichere Alternative ohne Einschränkung auf das spätere Sexualleben an.