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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Alternative Netzfixierungsmethoden bei der laproskopischen Nabelhernienreparation – Vorteile für die Fibrinklebung?

Meeting Abstract

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  • Ralf Wilke - Katholisches Klinikum Duisburg, Chirurgische Klinik, Duisburg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch798

DOI: 10.3205/11dgch798, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch7989

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Wilke.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die chirurgische Standardversorgung der Nabelhernie beruht ab einer Größe von mehr als 2 cm auf der Stabilisierung der Bauchwand durch ein Netz. Die Versorgungsmöglichkeiten sind hierbei vielseitig. Neben den klassischen offenen Verfahren, ist die intraperitoneale Onlay-Mesh (IPOM)-Technik für eine laparoskopische Anwendung prädestiniert. Weniger postoperative Schmerzen verspricht man sich von der Fibrinklebung als neue Fixierungsmethode für Netze, die in präperitonealer, retromuskulärer Technik befestigt werden.

Material und Methoden: Im Rahmen einer prospektiven randomisierten Studie wurden von Mai bis Oktober 2009 16 Pat. mit einer primären Nabelhernie von 2 bis 5 cm Durchmesser laparoskopisch versorgt. 8 Pat. erhielten eine Netzfixation mit konventionellem Tacker und einem Proceed®-Mesh in IPOM-Technik, 8 Pat. mit alleiniger Fixation mit dem Fibrinkleber Evicel™ und einem Ultrapronetz® in präperitonealer, retromuskulärer Technik. Der Nachbeobachtungszeitraum betrug 28 Tage, 3 Monate und 1 Jahr.

Ergebnisse: 14 Männer (88%) und 2 Frauen (12%) im Alter von 31 bis 66 Jahren (mittleres Alter 40 Jahre) wurden rekrutiert. Sowohl bei der Komplikationsrate (jeweils 2 Serome in beiden Gruppen, keine Wundheilungsstörungen, keine Hernienrezidive nach einem Jahr) wie auch bei der mittleren Krankenhausverweildauer (im Durchschnitt 3 Tage) wurden keine signifikanten Unterschiede vermerkt. Der post-op Schmerz war zugunsten der Netzklebung deutlich geringer (siehe Tabelle 1 [Tab. 1]). Die Op-Dauer war zu Lasten der Hernienklebung verlängert (44 min. vs. 29 min).

Schlussfolgerung: Die laparoskopische Reparation von Nabelhernien in retromuskulärer, präperitonealer Technik ist ein universell anwendbares, in der Literatur bereits mehrfach beschreibenes alternatives Verfahren zu der herkommlichen Netzfixtation in IPOM-Technik. Die Netzfixation mit Fibrinkleber ist eine neue und sichere OP-Methode mit hohem Patientenkomfort. Bei vergleichbarer Qualität zur IPOM-Technik in Bezug auf Komplikationsquote, Krankenhausverweildauer und Rezdivfreiheit, bietet die Fibrinfixation Vorzüge aufgrund der niedrigen postoperativen Schmerzrate.