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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Multiple Karzinome

Meeting Abstract

  • Philipp Hildebrand - Universitätsklinikum Schleswig-Holsetin, Campus Lübeck, Klinik für Chirurgie, Lübeck
  • Janina Humke - Universitätsklinikum Schleswig-Holsetin, Campus Lübeck, Klinik für Chirurgie, Lübeck
  • Elisabeth Övermann - Universitätsklinikum Schleswig-Holsetin, Campus Lübeck, Klinik für Chirurgie, Lübeck
  • Erik Schlöricke - Universitätsklinikum Schleswig-Holsetin, Campus Lübeck, Klinik für Chirurgie, Lübeck
  • Thomas Jungbluth - Universitätsklinikum Schleswig-Holsetin, Campus Lübeck, Klinik für Chirurgie, Lübeck
  • Uwe Roblick - Universitätsklinikum Schleswig-Holsetin, Campus Lübeck, Klinik für Chirurgie, Lübeck
  • Hans-Peter Bruch - Universitätsklinikum Schleswig-Holsetin, Campus Lübeck, Klinik für Chirurgie, Lübeck

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch769

DOI: 10.3205/11dgch769, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch7692

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Hildebrand et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das kolorektale Karzinom ist eines der häufigsten Karzinome in der westlichen Welt. Eine Vielzahl von Prognosefaktoren wurde bereits für das kolorektale Karzinom beschrieben. Inwieweit jedoch das Auftreten von multiplen Karzinomen die Prognose des Patienten beeinflusst wurde in der Literatur bisher kaum adressiert. In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob das Auftreten von Zweit- bzw. multiplen Karzinomen einen Einfluss auf die Prognose des Patienten mit kolorektalem Karzinom hat.

Material und Methoden: In einem Behandlungszeitraum von 1992 bis 2005 wurden an der medizinischen Universität zu Lübeck 1500 Patienten wegen eines kolorektalen Karzinoms operiert. Von diesen wiesen insgesamt 276 (19%) multiple Malignome auf. Die statistische Auswertung erfolgte ausschließlich an kurativ operierten Patienten, um begleitende prognostische Faktoren zu minimieren. Das Kollektiv wurde nach zeitlichem Auftreten des Mehrfachtumors in Gruppen unterteilt und hinsichtlich unterschiedlicher Variablen analysiert.

Ergebnisse: Es konnten keine signifikanten Unterschiede im Überleben der einzelnen Gruppen nachgewiesen werden. Auch das Überleben der Patienten ohne multiples Malignom unterschied sich nicht signifikant von denen mit Mehrfachtumoren.

Schlussfolgerung: Das Auftreten multipler Karzinome ist kein eigenständiger Prognosefaktor bei Patienten mit kolorektalem Indexkarzinom. Dies zeigt, dass eine mehrfache Tumorerkrankung nicht zwingend mit einer schlechteren Prognose des Patienten einhergehen muss und spricht für die Notwendigkeit eines kurativen Therapieansatzes und einer suffizienten Nachbetreuung.