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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Milzlazeration und Magenschlauchinsuffizienz nach Gastric Sleeve resection

Meeting Abstract

  • Andreas Hillenbrand - Universitätsklinik Ulm, Chirurgie I, Ulm
  • Uta Waidner - Universitätsklinik Ulm, Chirurgie I, Ulm
  • Doris Henne-Bruns - Universitätsklinik Ulm, Chirurgie I, Ulm
  • Anna-Maria Wolf - Universitätsklinik Ulm, Chirurgie I, Ulm

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch514

DOI: 10.3205/11dgch514, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch5148

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Hillenbrand et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Mit Zunahme der Eingriffe im Bereich der Adipositas-Chirurgie treten auch vermehrt die operationsspezifischen Komplikationen in den Vordergrund. Wir berichten hier von einer Patientin mit Milzlazeration und Insuffizienz des Schlauchmagens nach Gastric Sleeve resection.

Material und Methoden: Eine 42jährige Patientin mit einem BMI von 29 kg/m2 erhielt in einer auswärtigen Klinik bei Zn. Magenbandanlage vor 2 Jahren eine Magenbandentfernung und in gleicher Sitzung eine Gastric sleeve resection. Nach Entlassung wurde die Patientin am selben Tag mit akutem Abdomen in unserer Klinik vorstellig. In einer notfallmäßigen Computertomographie des Abdomen zeigte sich neben freier Luft auch eine Milzlazeration, sodass umgehend eine Laparotomie durchgeführt wurde (CRP bei Aufnahme 285.0 mg/l; Hämoglobin: 7.5 - g/dl).

Ergebnisse: Intraoperativ zeigte sich eine Magerperforation an der Magenhinterwand. Es erfolgte ein Splenektomie mit Übernähung der Magenhinterwand und Anlage einer kontinuierlichen peritonealen Lavage.

Im Weiteren folgten mehrfache endoskopische Klebungen, bis die Dichtigkeit der Naht in einem Peritrastschluck drei Wochen nach Aufnahme gezeigt werden konnte.

Subjektiv beschwerdefrei und mit reizlosen Wundverhältnissen wurde die Patientin mit enger Anbindung an unsere adipositaschirurgische Sprechstunde entlassen.

Schlussfolgerung: Eine sorgfältige Indikationsstellung ist Vermeidung von eingriffsspezifischen Komplikationen wichtig.