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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Case Report: Spontane Ruptur eines Aneurysmas der A. carotis communis sinistra

Meeting Abstract

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  • Jochen Peter - Klinikum der Johann-Wolfgang Goethe-Universität, Zentrum der Chirurgie, Klinik für Gefäß- und Endovascularchirurgie, Frankfurt am Main
  • Michael Meyn - Klinikum der Johann-Wolfgang Goethe-Universität, Zentrum der Chirurgie, Klinik für Gefäß- und Endovascularchirurgie, Frankfurt am Main
  • Thomas Schmitz-Rixen - Klinikum der Johann-Wolfgang Goethe-Universität, Zentrum der Chirurgie, Klinik für Gefäß- und Endovascularchirurgie, Frankfurt am Main

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch290

DOI: 10.3205/11dgch290, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch2904

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Peter et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Aneurysmen der extrakraniellen Karotiden sind selten. Die Häufigkeit wird mit etwa 0,4 bis 1 % aller arteriellen Aneurysmen und 4 % der peripheren arteriellen Aneurysmen beziffert. Häufig sind sie durch Arteriosklerose, ein vorangegangenes Trauma oder Infektionen bedingt, aber auch durch weitere Ursachen wie beispielsweise fibromuskuläre Dysplasie oder iatrogen können Carotisaneurysmen entstehen. Schwere Komplikationen wie Thrombose, Embolie oder Ruptur können die Folge sein. Wir berichten in diesem Zusammenhang über den Fall eines Patienten mit gedeckt rupturiertem Aneurysma der A. carotis communis (ACC).

Material und Methoden: Ein 75-jähriger Patient wurde notfallmäßig aus einer Klinik der Umgebung mit dem Vorbefund eines gedeckt rupturierten Aneurysma der ACC links zugewiesen. Seit etwa zwei Stunden klagte er über Schmerzen und Schwellung an der linken Halsseite sowie Heiserkeit. Zeichen einer Hirnembolie waren nicht festzustellen. Die farbkodierte Duplexsonographie bestätigte die Diagnose und der Patient wurde umgehend der Operation zugeführt.

Ergebnisse: Intraoperativ bestätigte sich eine gedeckte Ruptur der linken ventralen ACC. Nach Eröffnung des Aneurysmasacks zeigte sich die Bifurkation der ACC komplett destruiert, so dass die Resektion mit Interposition einer 8 mm silberbeschichteten Polyethylenprothese notwendig wurde. Die A. carotis externa wurde in die Prothese reinsertiert. Einzige chirurgische Komplikation war ein postoperatives Serom. Wundheilung per primam. Der Patient konnte die Klinik am 13. postoperativen Tag ohne neurologisches Defizit verlassen.

Schlussfolgerung: Literatur zu rupturierten Aneurysmen der extrakraniellen Carotiden gibt es aufgrund der äußerst geringen Fallzahlen kaum. Wichtig für ein positives Outcome ist die rasche Diagnose und die schnellstmögliche Operation des Patienten in einem Zentrum mit entsprechender gefäßchirurgischer Qualifikation.