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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Was leisten Risiko-Scores beim rupturierte abdominelle Aortenaneurysmen (rAAA)?

Meeting Abstract

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  • Michael Gawenda - Klinikum der Universität zu Köln, Klinik für Gefäßchirurgie, Köln
  • Payman Majd - Klinikum der Universität zu Köln, Klinik für Gefäßchirurgie, Köln
  • Andreas Block - Klinikum der Universität zu Köln, Klinik für Gefäßchirurgie, Köln
  • Jan Brunkwall - Klinikum der Universität zu Köln, Klinik für Gefäßchirurgie, Köln

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch228

DOI: 10.3205/11dgch228, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch2287

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Gawenda et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Rupturierte Abdominalle Aortenaneurysmen (rAAA) sind von einer hohen prähospitalen und hohen hospitalen Mortalität gekennzeichnet. Trotz kostenintensiven Einsatzes intensivmedizinischer Therapieverfahren versterben 30-50% der operierten Patienten.

Der ASA Score ist einer der meist angewendeten Scores weltweit. Der Glasgow Aneurysm Score (GAS) und der Hardman Index (HI) sind in der Literatur gängige Verfahren, das Überleben nach operativer Versorgung rAAA abzuschätzen. Bezüglich des SVS Comorbidity Factor Severity Scores (CSS) liegen keine evaluierten Erkenntnisse hinsichtlich der Mortalität bei rAAA vor.

Anhand des eigenen Patientenkollektivs sollte evaluiert werden, inwieweit Risiko-Scores eine Antwort auf die Frage der Therapieeinstellung geben könnten.

Material und Methoden: In einer retrospektiven Studie (1/1998–8/2007) wurden 94 Patienten (m:f=78:16) nach offener operativer Versorgung mit rAAA untersucht. Die Gültigkeit der präoperativen Risikoabschätzung anhand des ASA Scores, CSS, des GAS und des HI bezogen auf den intra- oder postoperativen Tod während des initialen stationären Aufenthaltes wurde überprüft. Sensitivität und Spezifität der Score Systeme wurden mittels Receiver-Operating-Characteristics (ROC) Analyse ermittelt.

Ergebnisse: Das Alter der Patienten lag bei 72,3±9,5 Jahren (MW±SD). Postoperativ starben 35 Patienten (37,2%). In die Analyse wurden nur Patienten einbezogen deren vollständige Indexdaten vorlagen.

ASA, GAS und HI unterschieden sich signifikant in den nominalen Werten für die Überlebenden und Verstorbenen, der SVS CSS war nicht signifikant.

Die ROC-Analyse für die verschiedenen Scores ergab nachfolgende AUCs: ASA – 0.598, Hardman-Index – 0,742, Glasgow Aneurysm Score – 0,787, CSS - 0,614.

Schlussfolgerung: Es zeigten sich deutliche Unterschiede in der Prognosevorhersagekraft der verwendeten Scores. In Übereinstimmung mit der Literatur lies kein Score eine 100%ige prädiktive Aussage hinsichtlich des Versterbens zu. Somit ist eine individuelle Entscheidung bzgl. einer Therapieeinstellung unter Zuhilfenahme der untersuchten Scores nicht zu treffen. Weitere Parameter bedürfen der Evaluation, um Therapieentscheidungen treffen zu können.