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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Laparoskopische Versorgung der linksseitigen Zwerchfellruptur

Meeting Abstract

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  • C. Toksoy - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Herz-Jesu-Krankenhaus Münster Hiltrup, Münster, Deutschland
  • corresponding author R. Horstmann - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Herz-Jesu-Krankenhaus Münster Hiltrup, Münster, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch11261

DOI: 10.3205/09dgch384, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch3840

Veröffentlicht: 23. April 2009

© 2009 Toksoy et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Wir berichten über eine 45-jährige kasachische Patientin mit einer seit 15 Jahren bestehenden traumatischen Zwerchfellruptur mit kompletter Atelektase der linken Lunge und intrathorakalem Dünndarm, Magen und Colon nach einem Autounfall. Anlass zur operativen Versorgung der traumatischen Zwerchfellhernie war eine zunehmende Beschwerdesymptomatik im Sinne von Dyspnoe, thorakalem Engegefühl,unregelmäßiger Verdauung und insbesondere postprandialen Beschwerden.

Material und Methoden: In diesem Videobeitrag beschreiben wir die laparoskopische Technik des Direktverschlusses und Netzaugmentation einer circa 10cm langen linken Zwerchfellruptur mit Dislokation von Darm und Magen in den Thorax mit Rechtsverdrängung von Herz und Lunge. Zudem zeigen wir die Anlage einer Thoraxdrainage unter Sicht und der Überblähung der Lunge. Wir verwendeten ein videogestütztes Laparoskopiesystem (HDTV) mit 30''- Optik.Die Diagnostik bestand in der Durchführung einer konventionellen Thorax-Aufnahme, CT-Abdomen und CT-Thorax.

Ergebnisse: Der gesamte stationäre Aufenthalt betrug 12 Tage mit einer postoperativen Zeit von 10 Tagen. Die Patientin war zum Zeitpunkt der Entlassung beschwerdefrei, insbesondere hatte sich die linke Lunge nach 10-tägiger Anlage einer Thoraxdrainage zum größten Teil entfaltet.

Schlussfolgerung: Die laparoskopische Versorgung einer traumatischen Zwerchfellruptur ist eine sichere patientenverträgliche Methode, die auch bei großen Rupturen mit Dislokation von Magen und Darm angewendet werden kann