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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Rekonstruktion der oralen Kommissur bei Mikrostomie nach tief dermaler Verbrennung – eine modifizierte Technik

Meeting Abstract

  • corresponding author T.A.S. Spanholtz - Klinik für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerstverbrennungszentrum; Universität Witten/Herdecke, Campus Köln-Merheim
  • P. Theodorou - Klinik für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerstverbrennungszentrum; Universität Witten/Herdecke, Campus Köln-Merheim
  • V. Phan - Klinik für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerstverbrennungszentrum; Universität Witten/Herdecke, Campus Köln-Merheim
  • W. Perbix - Klinik für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerstverbrennungszentrum; Universität Witten/Herdecke, Campus Köln-Merheim
  • G. Spilker - Klinik für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerstverbrennungszentrum; Universität Witten/Herdecke, Campus Köln-Merheim

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch11036

DOI: 10.3205/09dgch130, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch1307

Veröffentlicht: 23. April 2009

© 2009 Spanholtz et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Tiefdermale thermische Verletzungen der oralen Region mit konsekutiver Mikrostomie stellen eine seltene und daher anspruchsvolle Indikation zur operativen Rekonstruktion der oralen Kommissur dar. Neben funktionellenund mimischen Funktionseinschränkungen, spielen bei diesen Patienten auch ästhetische Erwartungen eine wesentliche Rolle. Bei 17 Patienten führten wir eine Rekonstruktion der oralen Kommissur nach Converse durch. Wegen der hohen Rezidivrate, die bei 8 Patienten eine erneute Operation notwendig machte, modifizierten wir unsere Operationstechnik.

Material und Methoden: Anhand eines exemplarischen Fallbeispiels wird eine modifizierte Technik zur Korrektur der oralen Kommissur vorgestellt, welche bis dato zu guten Ergebnissen führte. Angelehnt an die Technik von Fairbanks wird der hierbei entstehende Lippenrotdefekt durch einen enoralen Rotationslappen gedeckt. Der Narbenzug kann so in den Bereich der Unterlippe verlagert werden, was zu einer Reduktion des Narbenzugs im Kommissurbereich führt.

Ergebnisse: Mithilfe der von uns verwendeten modifizierten Technik ließ sich eine stabile funktionelle Lateralisation der Kommissur erreichen. In der Langzeituntersuchung zeigt sich eine gute Funktion, was eine Revisionsoperation unnötig machte.

Schlussfolgerung: Die hier beschriebene Technik stellt eine Modifikation der Technik nach Fairbanks dar und sollte aufgrund ihrer vielversprechenden Ergebnisse in größeren Fallzahlen überprüft werden.

Abbildung 1 [Abb. 1]