gms | German Medical Science

121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Laparoskopische Versorgung der rechtsseitigen Zwerchfellruptur

Video

  • presenting/speaker Christian Graeb - Chirurgische Klinik und Poliklinik, LMU München, Klinikum Großhadern, München, Deutschland
  • H. Winter - Chirurgische Klinik und Poliklinik, LMU München, Klinikum Großhadern, München, Deutschland
  • S. Eisenmenger - Chirurgische Klinik und Poliklinik, LMU München, Klinikum Großhadern, München, Deutschland
  • K.-W. Jauch - Chirurgische Klinik und Poliklinik, LMU München, Klinikum Großhadern, München, Deutschland
  • R. Hatz - Chirurgische Klinik und Poliklinik, LMU München, Klinikum Großhadern, München, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch0311

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch640.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Graeb et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung

Die traumatische Zwerchfellruptur ist eine der am häufigsten übersehenen Verletzungen nach stumpfem oder penetrierendem thorakoabdominalem Trauma. Selbst unter Einsatz von Sonographie und Computertomographie wird die Rate übersehener Zwerchfellverletzungen in der Literatur mit bis zu 62% angegeben. Mit einer Häufigkeit von 7% nach stumpfem Trauma und 15% nach penetrierenden Verletzungen stellt die Zwerchfellruptur dabei alles andere als eine Rarität dar, wobei 1/3 der Rupturen rechtsseitig lokalisiert sind (2/3 links). Der Einsatz der Thorakoskopie und der Laparoskopie hat in den letzten Jahren den diagnostischen Wert dieser Methodik zur Verifizierung auch fraglicher Befunde eindrücklich unter Beweis gestellt. Der Einsatz der minimal invasiven, videogestützten Operationstechnik kam dabei, auch in unserem eigenen Krankengut, bislang nur bei kleinen Hernien (bis 10 cm) und Dislokation von Darm bzw. Netzanteilen zum Einsatz.

Material und Methoden

In diesem Videobeitrag beschreiben wir die laparoskopische Technik zum Direktverschluß einer 18 cm langen Zwerchfellruptur mit kompletter, intrathorakaler Dislokation der rechten Leber bei einer 72 jährigen Patientin nach stumpfem thorakoabdominalem Trauma. Zur Anwendung kam ein videogestütztes Standard-Laparoskopiesystem mit 30° Optik.

Ergebnisse

Der gesamtstationäre Aufenthalt der Patientin betrug 7 Tage mit einem postoperativem Intervall von 6 Tagen. Zum Zeitpunkt der Entlassung war die Patientin beschwerdefrei, insbesondere die präoperative Dyspnoe und die belastungsabhängigen Abdominalschmerzen waren vollständig rückläufig. 8 Monate nach dem Eingriff ist die Patientin voll belastbar, beschwerde- und rezidivfrei.

Schlussfolgerung

Der laparoskopische Zwerchfellverschluß ist eine sichere Methode, die auch bei großen Rupturen mit Dislokation verschiedener abdomineller Organe angewendet werden kann.