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121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Navigation in der Knieendoprothetik - offenes vs. implantatgebundenes Navigationssystem

Vortrag

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  • presenting/speaker Stefan Klima - Klinik für Orthopädie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • A. Hagel - Klinik für Orthopädie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • W. Hein - Klinik für Orthopädie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch1344

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch577.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Klima et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

An der Klinik für Orthopädie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurden 3 Navigationssysteme in der Knieendoprothetik getestet. Neben allgemeinen Qualitätsansprüchen an die Prothetik wurden Aufwand und Handling analysiert.

Material und Methoden

In einer Serie von 100 Operationen kamen 2 offene (Leibinger, Medtronic) und ein implantatgebundenes (Medivision) Navigationssystem zur Anwendung. Die Analyse schloß folgende Kriterien ein: Prä- und intraoperativer Aufwand, Op-Zeitverzögerung, Genauigkeit, Handling, Anfälligkeit und Beeinflusung der Operationsroutine.

Ergebnisse

Alle 3 Systeme arbeiteten mit einer hohen Genauigkeit. Der prä- und intraoperative Aufwand, Störungen in der Operationsroutine und ein gewöhnungsbedürftiges Handling waren bei dem System von Medivision auffällig. Die Verzögerung der Operationszeit lag hier bei über 30 Minuten deutlich höher, die Aussagen -insbesondere zur Kinematik- waren mangelhaft. Weiterhin war der Operateur durch die Implantatgebundenheit im Operationsablauf eingeschränkt. Die beiden offenen Geräte wiesen Unterschiede vor allem im Handling und in der Op-Zeitverzögerung auf. Durch die Navigation der Schnitte an Tibia und Femur bestand Implantatunabhängigkeit, wass einen weiten Handlungsspielraum ließ. Die hohe Qualität der Aussagen zur Kinematik besonders bei einem der Geräte stellte den wesentlichen Unterschied dar und zeigte sich für die moderne Knieprothetik unerläßlich.

Schlussfolgerung

Bei der Wahl des Navigationsgerätes in der Knieendoprothetik sollte vor allem Wert auf die Implantatunabhängigkeit (offenes System) und auf die intraoperative Qualität der kinematischen Analyse gelegt werden. Ein gutes Handling bedeutet ein wichtiges Kriterium für die Akzeptanz der Navigation im Routineeinsatz.