gms | German Medical Science

121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Multidisziplinärer Ansatz in der Behandlung des intrahepatalen Cholangiocellulären Karzinoms

Poster

  • presenting/speaker Thomas Gruenberger - Allgemeinchirurgie, Universitätsklinik Chirurgie, Wien, Österreich
  • H. Puhalla - Allgemeinchirurgie, Universitätsklinik Chirurgie, Wien, Österreich
  • B. Schüll - Abteilung Onkologie, Universitätsklinik Innere Medizin, Wien, Österreich
  • G. Kornek - Abteilung Onkologie, Universitätsklinik Innere Medizin, Wien, Österreich
  • W. Scheithauer - Abteilung Onkologie, Universitätsklinik Innere Medizin, Wien, Österreich

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch0945

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch337.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Gruenberger et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung

Die Langzeitprognose der Gallengangscarcinome hängt wesentlich von der Möglichkeit der kurativen Behandlung ab. Nur ein geringer Prozentsatz von Patienten kann bei Diagnosestellung mit einer radikalen Leberresektion therapiert werden. Selbst bei radikal resezierten Patienten besteht ein hohes Risiko des Rezidivs. Hintergrund unserer Studie war der Versuch einer Verbesserung der Prognose durch adjuvante Chemotherapie nach kurativer Resektion eines intrahepatalen Cholangiocellulären Carcinoms (ihCCC).

Material und Methoden

An unserer Abteilung wurden in den letzten 8 Jahren 31 Patienten mit kurativem Ansatz wegen eines ihCCC Leber reseziert. Das mittlere Alter der Patienten war 62.3 Jahre und die Geschlechtsverteilung war gleich. An operativen Eingriffen wurden 27 major hepatectomies und 4 Bisegmentektomien durchgeführt. Bei 26 Patienten wurde eine R0 Resektion durchgeführt, 5 Patienten wurden als R1 Resektion klassifiziert. Adjuvante Chemotherapie wurde nach interdisziplinärem Konzept bei 19 Patienten verabreicht und bestand aus Gemcitabine und Capacitabine in den letzten 5 Jahren, aus 5 FU/Leucovorin davor. Risikofaktoren wurden hinsichtlich ihres Einflusses auf das Gesamtüberleben und das rezidivfreie Überleben geprüft.

Ergebnisse

Nach einem medianen Follow-up von 37 Monaten waren 17 Patienten verstorben, davon 2 perioperativ. Das mediane Überleben der Patienten war 27.4 Monate. Das Gesamtüberleben wurde signifikant durch eine R0 Resektion, den Lymphknotenbefall und das Vorhandensein eines solitären Tumors beeinflusst. Das rezidivfreie Überleben war bei niedrigem UICC Stadium, negativem Lymphknotenbefall und einer Tumorgröße kleiner 5cm verlängert. Adjuvante Chemotherapie konnte in den UICC Stadien III & IV zu einer multivariat signifikanten Lebensverlängerung beitragen (7.2 vs 23.3 Monate, P < .04).

Schlussfolgerung

Eine Kombination aus Chirurgie und Chemotherapie scheint das Überleben von Patienten mit intrahepatalem Cholangiocellulärem Carcinom signifikant zu verlängern. Diese Ergebnisse sollten zu einer prospektiven Studie auf internationaler Basis Anlass geben, die derzeitige Therapiestandards neu definiert.