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Neuronale und mikrogliale Degeneration in einem neuartigen Schweineretina-Organkulturmodell
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| Published: | February 2, 2017 |
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Hintergrund: Retinale Degeneration tritt bei zahlreichen Augenerkrankungen, wie beim Glaukom oder der retinalen Isch鄝ie, auf. Modellsysteme tragen dazu bei, die pathologischen Ver鄚derungen zu erfassen und neue Therapieans酹ze zu entwickeln. Organkulturen aus Schweineretinaexplantaten, die aus Augen von Schlachttieren gewonnen werden, bieten eine gute Alternative zu Tiermodellen, die nur zu Versuchszwecken gez�chtet werden. Mit dem Ziel ein alternatives Retina-Degenerationsmodell zu etablieren und die Anzahl an Tierversuchen zu reduzieren, haben wir uns den, in hohen Konzentrationen auftretenden, degenerativen Effekt von Kobaltchlorid (CoCl2) zu Nutze gemacht um ein Schweineretina-Organkulturmodell zu etablieren.
Methoden: Zur Simulation einer Degeneration der Retina wurde CoCl2 in unterschiedlichen Konzentrationen (100 μM, 300 μM und 500 μM) an Tag 2 und 3 in das Medium der kultivierten Schweineretina eingebracht (n=8/Gruppe). An Tag 8 wurden die Retinakulturen f�r Immunhistologische, Western Blot und qrt-PCR Analysen entnommen. Retinale Ganglienzellen, Amakrinzellen, Bipolarzellen und Mikrogliazellen wurden mit entsprechenden Markern detektiert.
Ergebnisse: CoCl2-Konzentrationen von 300 und 500 然 f�hrten zur Abnahme der Ganglienzellen (300 然: p=0,002; 500 然: p<0,001), Amakrinzellen (300 然: p=0,002; 500 然 p=0,001) und Bipolarzellen (300 然: p=0,007; 500 然: p=0,001). 100 然 CoCl2 hatte kein Einfluss auf die retinalen Neurone (p>0,05). Zus酹zlich reduzierten alle drei CoCl2-Konzentrationen sowohl die allgemeine Mikrogliapopulation (100 然 p=0,07; 300 然: p<0,001; 500 然: p<0,001) als auch die Anzahl aktivierter Mikroglia (100 然: p=0,001; 300 然: p<0,001; 500 然: p=0,02).
Schlussfolgerung: CoCl2 induziert eine starke, konzentrationsabh鄚gige Degeneration der Schweineretina. Aufgrund der schnellen und einfachen Durchf�hrbarkeit sowie der guten Reproduzierbarkeit scheint sich das CoCl2-Schweineretina-Organkulturmodell f�r die Analyse der retinalen Degenerationsmechanismen und als Modell f�r die Therapietestung zu eignen.
