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Gesundheit – gemeinsam. Kooperationstagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS), Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi), Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) und der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH)

08.09. - 13.09.2024, Dresden

Prävention von demenziellen Erkrankungen: Entwicklung einer Checkliste für Hausarztpraxen

Meeting Abstract

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  • Francisca S. Rodriguez - Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Greifswald, Germany
  • Hanna L Knecht - Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Greifswald, Germany
  • Marina Boccardi - Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Greifswald, Germany

Gesundheit – gemeinsam. Kooperationstagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS), Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi), Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) und der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH). Dresden, 08.-13.09.2024. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2024. DocAbstr. 116

doi: 10.3205/24gmds745, urn:nbn:de:0183-24gmds7450

Published: September 6, 2024

© 2024 Rodriguez et al.
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Einleitung: Prävention hat bisher das größte Potenzial Demenzerkrankungen zu verhindern oder zu verzögern. Ein wichtiger Bestandteil von Prävention ist zu ermitteln, wer in der Bevölkerung welchen veränderbaren Risikofaktoren ausgesetzt ist. Daher war es das Ziel dieser Studie, eine Screening-Checkliste von Demenzrisikofaktoren für die Verwendung in Hausarztpraxen zu entwickeln und zu erproben.

Methoden: Die Demenzrisikofaktoren-Checkliste wurde erstellt, indem systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen zu Risikofaktoren von Demenz identifiziert und von zwei unabhängigen, voneinander verblindeten Wissenschaftlern nach Effektgröße und Modifizierbarkeit bewertet wurden. Die Erfahrungen mit der Checkliste in der Hausarztpraxis wurde anhand eines speziell erstellten Fragebogen (Details zur Anwendung, Auswirkung auf die Behandlung und den Behandlungskontext, Verbesserungsbedarf) und dem Nutzungsfreundlichkeitsfragebogen System Usability Scale (SUS) erfasst.

Ergebnisse: n=14 Hausärzte haben die Checkliste in ihrer Praxis erprobt und uns ihre Erfahrungen anhand des Fragebogens geschildert. Die Ergebnisse deuten auf eine gute Akzeptanz durch die Patienten und eine überwiegend einfache und sichere Nutzung durch die Hausärzte hin. 70% der teilnehmenden Hausärzte haben wichtige Informationen über ihre Patienten gewonnen und ihnen Tipps zur Verbesserung der persönlichen Lebensführung gegeben. Etwa zwei Drittel der Hausärzte haben ihre Patienten auf Ratgeber bzw. Broschüren verwiesen. Um jedoch optimal auf die Indikation der Checkliste reagieren zu können, gaben die teilnehmenden Hausärzte an, dass entsprechende Broschüren, Krankenkassenangebote und (therapeutische) Präventionsmaßnahmen fehlen.

Schlussfolgerung: Basierend auf den Ergebnissen sollte die Integration der Checkliste in die Hausarztversorgung als ein bevölkerungsbasierter Präventionsansatz in Zukunft möglich sein. Entsprechend ist das Bereitstellen von verständlichen Broschüren und passenden Angeboten für ein konkretes Demenz-Präventionsprogramm notwendig, damit tatsächlich eine Reduzierung des Demenzrisikos erreicht werden kann. Größere zukünftige Studien sollten dann die Effektgröße eines solchen Programms ermitteln.

Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Die Autoren geben an, dass ein positives Ethikvotum vorliegt.