Article
Post-COVID Kids Bavaria 2.0: Sektorenübergreifende Strukturanalyse zum Mapping der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Post-COVID-Syndrom
Search Medline for
Authors
| Published: | September 6, 2024 |
|---|
Outline
Text
Einleitung: Das Post-COVID-Syndrom (PCS) rückt als eine Langzeitfolge der Coronaviruserkrankung 2019 (COVID-19) auch bei jungen Menschen mehr in den Fokus. Jedoch sind die Versorgungsangebote für Kinder und Jugendliche unbekannt bzw. oft unzureichend [1], [2], [3]. Für die Früherkennung und passgenaue Versorgung von jungen Patient:innen ist eine multiprofessionelle Zusammenarbeit und gut koordinierte Weiterleitung im System unabdingbar [4], [5]. Das Projekt „Post-COVID Kids Bavaria 2.0“ verfolgt mit einem über die Sektoren Gesundheit, Bildung und Soziales greifenden Ansatz das Ziel einer möglichst flächendeckenden, bedarfsgerechten, multidisziplinären und teilhabeorientierten Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit PCS. Im hier adressierten Teilprojekt wird die aktuelle Versorgungslandschaft für Kinder und Jugendliche mit PCS unter Berücksichtigung aller Stakeholder, ihrer Angebote/Leistungen sowie Kooperationsstrukturen in zwei Modellregionen in Bayern sektorenübergreifend erfasst. Ziel des Beitrages ist es, vorhandene Versorgungsstrukturen und -konzepte des Gesundheits- bzw. des Gemeinwesens zu identifizieren.
Methoden: Die Datenerhebung erfolgt durch qualitative und quantitative Methoden im Mixed-Methods-Design in den zwei bayerischen Regionen. Basierend auf einem Desk Research zu vorhandenen Angeboten/Leistungen, Akteur:innen und Einrichtungen, die an der Versorgung von jungen Patient:innen mit PCS beteiligt sind oder sein können, werden in initialen Interviews mit Fachkräften die Angebote/Leistungen erhoben, ego-zentrierte Netzwerkkarten erstellt und relevante Akteur:innen der Unterstützungslandschaft erfasst. Eine anschließende Online-Befragung von Fachkräften der Versorgungslandschaft erhebt Informationen zu Angeboten/Leistungen, Charakteristika der Einrichtungen und Kooperationsstrukturen.
Ergebnisse: Erwartbare Ergebnisse umfassen das Mapping von Angeboten/Leistungen oder Akteur:innen, die Teil einer sektorenübergreifenden Versorgungslandschaft für Kinder und Jugendliche mit PCS sind sowie Angebote/Leistungen oder Akteur:innen, die bisher außerhalb des bestehenden Versorgungsnetzwerkes liegen, aber für eine optimale Versorgung im Bereich PCS integriert oder verknüpft werden sollten. Zudem werden bisher fehlende Angebote/Leistungen im System sowie Zugangs- und Weiterleitungsmöglichkeiten identifiziert.
Schlussfolgerung: Die Erfassung der bisherigen sektorenübergreifenden Versorgungslandschaft für Kinder und Jugendliche mit PCS, der Zusammenarbeit der Fachkräfte und ihrer Angebote/Leistungen kann die Grundlage für die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit PCS sein.
Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Die Autoren geben an, dass ein positives Ethikvotum vorliegt.
Literatur
- 1.
- Renz-Polster H, Behrends U. Das Post-COVID-Syndrom bei Kindern und Jugendlichen. Kinderärztliche Praxis. 2023;94(5):310-6.
- 2.
- Scheibenbogen C, Renz-Polster H, Hohberger B, Behrends U, Schieffer E, Schieffer B. Post COVID und Post-Vakzin-Syndrom: Die Pandemie nach der Pandemie. Deutsches Ärzteblatt. 2023;120(13):A-566/B-485.
- 3.
- Rathgeb C, Pawellek M, Behrends U, Alberer M, Kabesch M, Gerling S, Brandstetter S, Apfelbacher C. The Evaluation of Health Care Services for Children and Adolescents With Post-COVID-19 Condition: Protocol for a Prospective Longitudinal Study. JMIR Res Protoc. 2023;12:e41010. DOI: 10.2196/41010
- 4.
- Töpfner N; Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e. V. (DGPI); Alberer M, Ankermann T; Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e. V. (GPP); Bender S; Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e. V. (DGKJP); Berner R, de Laffolie J; Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung e. V. (GPGE); Dingemann J; Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e. V. (DGKCH); Heinicke D; Bündnis Kinder- und Jugendreha e. V. (BKJR); Haas JP; Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR); Hufnagel M, Hummel T; Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V. (DGHNO-KHC); Huppertz HI; Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ); Knuf M, Kobbe R, Lücke T; Gesellschaft für Neuropädiatrie e. V. (GNP); Riedel J; Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ); Rosenecker J; Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Rehabilitation und Prävention e. V. (DGpRP); Wölfle J; Deutsche Gesellschaft für Kinderendokrinologie und -diabetologie e. V. (DGKED); Schneider B; Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e. V. (DGSM); Schneider D; Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (DGKJ); Schriever V; Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V. (DGHNO-KHC); Schroeder A; Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP); Stojanov S, Tenenbaum T, Trapp S; Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ); Vilser D; Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler e. V. (DGPK); Brinkmann F, Behrends U. Einheitliche Basisversorgung von Kindern und Jugendlichen mit Long COVID: Stellungnahme einer multidisziplinären Arbeitsgruppe der DGKJ-Konvent-Gesellschaften (Stand: Februar 2022) [Recommendation for standardized medical care for children and adolescents with long COVID]. Monatsschr Kinderheilkd. 2022;170(6):539-547. DOI: 10.1007/s00112-021-01408-1
- 5.
- KKoczulla AR, Ankermann T, Behrends U, Berlit P, Berner R, Böing S, Brinkmann F, Frank U, Franke C, Glöckl R, Gogoll C, Häuser W, Hohberger B, Huber G, Hummel T, Köllner V, Krause S, Kronsbein J, Maibaum T, Otto-Thöne A, Pecks U, Peters EMJ, Peters S, Pfeifer M, Platz T, Pletz M, Powitz F, Rabe KF, Scheibenbogen C, Schneider D, Stallmach A, Stegbauer M, Tenenbaum T, Töpfner N, von Versen-Höynck F, Wagner HO, Waller C, Widmann CN, Winterholler C, Wirtz H, Zwick R. S1-Leitlinie Long-/Post-COVID [German S1 Guideline Long-/Post-COVID]. Pneumologie. 2022;76(12):855-907. DOI: 10.1055/a-1946-3230
