gms | German Medical Science

Gesundheit – gemeinsam. Kooperationstagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS), Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi), Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) und der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH)

08.09. - 13.09.2024, Dresden

Anwendung von Sozialdaten im QS-Verfahren Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Sepsis (QS SEPSIS)

Meeting Abstract

  • Robert Krohn - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), Berlin, Germany
  • Stefanie Erckenbrecht - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), Berlin, Germany
  • Jonas Plange - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), Berlin, Germany
  • Jürgen Pauletzki - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), Berlin, Germany
  • Claus-Dieter Heidecke - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), Berlin, Germany
  • Günther Heller - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), Berlin, Germany

Gesundheit – gemeinsam. Kooperationstagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS), Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi), Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) und der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH). Dresden, 08.-13.09.2024. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2024. DocAbstr. 635

doi: 10.3205/24gmds652, urn:nbn:de:0183-24gmds6529

Published: September 6, 2024

© 2024 Krohn et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License. See license information at http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/.


Outline

Text

Die Sepsis ist die schwerste Verlaufsform einer Infektionserkrankung mit einer lebensbedrohlichen Organdysfunktion (Sepsis-3-Definition), die durch eine inadäquate Wirtsantwort auf die Infektionen ausgelöst wird. Aufgrund des raschen Fortschreitens der Sepsis und damit einhergehenden schwerwiegenden und langanhaltenden Folgen, ist eine schnelle Diagnose und zeitnahe Behandlung überlebenswichtig.

Nach den Bestimmungen der Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung wird QS Sepsis voraussichtlich 2026 erstmalig umgesetzt. Das heißt, es werden deutschlandweit jährlich ca. 233.000 qualitätssicherungsrelevante Fälle der stationären Versorgung erwartet. Die Datenerfassung erfolgt über Primärdaten der QS-Dokumentation und Sekundärdaten der Sozialdaten bei den gesetzlichen Krankenkassen. Die beiden Datenkörper haben unterschiedliche Vorteile hinsichtlich der Datentiefe oder der Abbildbarkeit von Follow-Up-Ereignissen. Weiterhin von Interesse sind die unterschiedlichen Bereitstellungszeitpunkte, das Verknüpfen der Daten anhand eines pseudonymisierten Versichertenkennzeichens und die Entwicklung von QS- und Sozialdatenbasierten Qualitätsindikatoren.

In der IQTIG-internen Praxis und der technischen Umsetzbarkeit eines neuen Qualitätssicherungsverfahrens konnten während der verschiedenen Schritte der Entwicklung Fehlerquellen, z. B. in den Spezifikationen oder Rechenregeln ermittelt und anschließend beseitigt werden.

Dieser Vortrag thematisiert die technische Umsetzbarkeit eines neuen QS-Verfahrens zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Sepsis.

Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Die Autoren geben an, dass kein Ethikvotum erforderlich ist.