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Anwendung von Sozialdaten im QS-Verfahren Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Sepsis (QS SEPSIS)
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| Published: | September 6, 2024 |
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Die Sepsis ist die schwerste Verlaufsform einer Infektionserkrankung mit einer lebensbedrohlichen Organdysfunktion (Sepsis-3-Definition), die durch eine inadäquate Wirtsantwort auf die Infektionen ausgelöst wird. Aufgrund des raschen Fortschreitens der Sepsis und damit einhergehenden schwerwiegenden und langanhaltenden Folgen, ist eine schnelle Diagnose und zeitnahe Behandlung überlebenswichtig.
Nach den Bestimmungen der Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung wird QS Sepsis voraussichtlich 2026 erstmalig umgesetzt. Das heißt, es werden deutschlandweit jährlich ca. 233.000 qualitätssicherungsrelevante Fälle der stationären Versorgung erwartet. Die Datenerfassung erfolgt über Primärdaten der QS-Dokumentation und Sekundärdaten der Sozialdaten bei den gesetzlichen Krankenkassen. Die beiden Datenkörper haben unterschiedliche Vorteile hinsichtlich der Datentiefe oder der Abbildbarkeit von Follow-Up-Ereignissen. Weiterhin von Interesse sind die unterschiedlichen Bereitstellungszeitpunkte, das Verknüpfen der Daten anhand eines pseudonymisierten Versichertenkennzeichens und die Entwicklung von QS- und Sozialdatenbasierten Qualitätsindikatoren.
In der IQTIG-internen Praxis und der technischen Umsetzbarkeit eines neuen Qualitätssicherungsverfahrens konnten während der verschiedenen Schritte der Entwicklung Fehlerquellen, z. B. in den Spezifikationen oder Rechenregeln ermittelt und anschließend beseitigt werden.
Dieser Vortrag thematisiert die technische Umsetzbarkeit eines neuen QS-Verfahrens zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Sepsis.
Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Die Autoren geben an, dass kein Ethikvotum erforderlich ist.
