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Studierende erleben Wissenschaftskommunikation – ein Podcast voller Erkenntnisse
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| Published: | July 30, 2024 |
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Zielsetzung:
- Tut aktive Sterbehilfe weh?
- Ist alles eine Frage der Gene?
- Wie gehen wir mit unseren Süchten um?
Das und vieles mehr fragen sich viele Menschen jeden Tag – Tabuthemen über die niemand sprechen mag. Dabei ist Wissenschaft und Kommunikation ein elementarer Teil unserer Kultur und unerlässlich für gesellschaftliche Entwicklung, Fortschritt und Moderne [1]. Die Funktion und der Antrieb der Wissenschaftskommunikation bestehen zum größten Teil darin, die Gesellschaft aufzuklären, das Wissen jedes Einzelnen zu steigern und das Interesse an wissenschaftlichen Themen zu wecken.
Mit dem Projekt „YOU ASK we explain“ [https://tu-dresden.de/med/mf/idl/carl/you-ask-we-explain?set_language=en] sollen Studierende für Wissenschaftskommunikation sensibilisiert werden und eine interprofessionelle Kommunikation gefördert werden.
Methoden: Jeden Monat wird ein Live-Podcast produziert. Studierende der Medizin spielen dabei eine wesentliche Rolle als Moderator*innen und Bindeglied zwischen Expert*innen und der Gesellschaft. Die Studierenden entwickeln einen Moderationsleitfaden, erhalten Kommunikationstraining und mündliches Feedback. Anschließend erfolgt eine Evaluation über den Kompetenzerwerb. In einer 5-Punkt-Likert Skala (1=trifft völlig zu, 5=trifft gar nicht zu) werden Inhalte zu fachlicher, wissenschaftlicher und rhetorischer Kompetenz abgefragt.
Der Podcast wird aufgezeichnet und im Anschluss über ausgewählte Podcast-Kanäle ausgestrahlt. Um die Reichweite zu steigern, stehen Studierende für die Kommunikation der Aktivitäten im social media zur Verfügung. Sie bereiten thematisch bezogene Beiträge vor und testen verschiedene Formate aus.
Ergebnisse: Die Evaluation unter den studentischen Moderator*innen zeigte, dass sie das Bedürfnis haben, aufkommende Fragen jederzeit fachlich versiert beantworten zu können (MW 1,6±0,9), allerdings größtenteils durch den Podcast mit den Referierenden ihr Wissen zu dem Thema auch erweitern konnten (MW 2,2±1,1).
Ihre Kompetenzen in wissenschaftlicher Arbeitsweise empfanden sie als ausgeprägt (MW 1,8±0,4), es fiel Ihnen jedoch am schwierigsten, Diskussionsbeiträge durch Kontroversität anzureichern (MW 2,6±0,5).
Die ausgewählten Studierenden waren bisher an der Fakultät sehr aktiv und stimmen zu, dass es ihnen leicht fällt vor anderen Personen zu referieren (MW 1,6±0,5). Trotzdem konnten sie durch die Moderation ihre Skills für zukünftige Referate und Moderationen ausbauen (MW 2±0,7) und wünschen sich eine Wiederholung des Formats.
Diskussion: Studierende gewinnen durch das gezeigte Format zum einen Fachkenntnisse, von Themen mit denen sie bisher nicht vertraut waren und verbessern auf der anderen Seite wissenschaftliche Kompetenzen.
Die Rolle als Moderator*in in einem Wissenschaftsformat ist nur ein kleiner Baustein auf dem Weg zur Wissenschaftskommunikation von angehenden Mediziner:innen, führt allerdings zu einer Sensibilisierung für das Thema und zu Multiplikator*innen. Wichtig ist vor allem eine regelmäßige Wiederholung und Übung solcher Formate für die Studierenden.

