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Gemeinsame Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) und des Arbeitskreises zur Weiterentwicklung der Lehre in der Zahnmedizin (AKWLZ)

05.08. - 09.08.2024, Freiburg, Schweiz

Neue Horizonte in der medizinischen Teamarbeit: Deutschlands erstes interdisziplinäres und interprofessionelles anästhesiologisch-neurochirurgisches in-situ Teamtraining

Meeting Abstract

  • presenting/speaker Gregor Massoth - Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Bonn, Deutschland
  • Daniel Beel - Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Bonn, Deutschland
  • Ana Kowark - Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Bonn, Deutschland
  • Petra van Ahlen - Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Bonn, Deutschland
  • Matthias Wedekind - Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität, Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Bonn, Deutschland
  • Sven Göddertz - Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Bonn, Deutschland
  • Achilles Delis - Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Bonn, Deutschland
  • Mohamed Banat - Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität, Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Bonn, Deutschland

Gemeinsame Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) und des Arbeitskreises zur Weiterentwicklung der Lehre in der Zahnmedizin (AKWLZ). Freiburg, Schweiz, 05.-09.08.2024. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2024. DocP-4-09

doi: 10.3205/24gma181, urn:nbn:de:0183-24gma1819

Published: July 30, 2024

© 2024 Massoth et al.
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Text

Fragestellung/Zielsetzung: Das Ziel des Trainings war es, die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten zwischen Pflegepersonal und Ärzten der Kliniken für Neurochirurgie und Anästhesiologie am Universitätsklinikum Bonn zu verbessern. Angesichts der komplexen Anforderungen in diesen Bereichen sollte das Training die Patientensicherheit durch optimierte interprofessionelle Zusammenarbeit erhöhen.

Methoden: Das Training, durchgeführt am 01.09.2023, nutzte eine Kombination aus Impulsvorträgen zu den Themen„Crew Resource Management“, „Grundlagen des Advanced Life Supports“ sowie „Perioperative Besonderheiten bei O-Arm-Eingriffen“ und in-situ Simulationen mit Schwerpunkten auf effektiver Kommunikation und der Förderung der Rollendefinitionen in intraoperativen Notfallsituationen. Die 12 Teilnehmenden aus beiden Disziplinen sowie Professionen wurden in zwei realitätsnahen Full-Scale-Szenarien trainiert, die Führungskompetenz, Problemlösung und effektive Ressourcennutzung betonten. Die Methodik beinhaltete Vorbereitungen, Simulationsdurchführungen, Debriefings und Reflexionseinheiten. Die Evaluation der Veranstaltung wurde mittels der Deutschen Version des Satisfaction with Simulation Experience Scores (18 Items) durchgeführt.

Ergebnisse: Die Evaluationsergebnisse zeigen eine hohe Zufriedenheit der Teilnehmenden mit dem Training. Insbesondere wurden die konstruktive Kritik und die effektive Moderation durch die Leiter des Trainings positiv hervorgehoben. Die Teilnehmenden bewerteten das Training als erfolgreich in Bezug auf die Verbesserung der interprofessionellen Kommunikation und Teamdynamik (siehe Abbildung 1 [Abb. 1]).

Diskussion: Dieses erstmalig durchgeführte Training markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von Teamtrainingsmaßnahmen im deutschen Gesundheitswesen. Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden unterstreichen die Bedeutung und den Bedarf an interdisziplinären und interprofessionellen Trainingsprogrammen. Zukünftige Forschung könnte darauf abzielen, die langfristigen Auswirkungen auf die Patientensicherheit und die Teamleistung in klinischen Situationen zu untersuchen.