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Gemeinsame Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) und des Arbeitskreises zur Weiterentwicklung der Lehre in der Zahnmedizin (AKWLZ)

05.08. - 09.08.2024, Freiburg, Schweiz

Die Zukunft ist digital – das med@Ulm Digitalisierungscurriculum

Meeting Abstract

  • presenting/speaker Jasmin Körner - Universität Ulm, Medizinische Fakultät | Bereich Studium und Lehre | Kompetenzzentrum eEducation in der Medizin Baden-Württemberg, Ulm, Deutschland
  • Belinda Brack - Universität Ulm, Medizinische Fakultät | Bereich Studium und Lehre, Ulm, Deutschland
  • Wolfgang Öchsner - Universität Ulm, Medizinische Fakultät | Bereich Studium und Lehre, Ulm, Deutschland
  • Claudia Grab-Kroll - Universität Ulm, Medizinische Fakultät | Bereich Studium und Lehre, Ulm, Deutschland

Gemeinsame Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) und des Arbeitskreises zur Weiterentwicklung der Lehre in der Zahnmedizin (AKWLZ). Freiburg, Schweiz, 05.-09.08.2024. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2024. DocP-4-08

doi: 10.3205/24gma180, urn:nbn:de:0183-24gma1809

Published: July 30, 2024

© 2024 Körner et al.
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Outline

Text

Zielsetzung: In einer Zeit, in der die digitale Transformation das Gesundheitswesen durchdringt und digitale Lösungen bei Patient*innen immer mehr Akzeptanz finden, ist es unerlässlich, angehende Mediziner*innen frühzeitig mit solchen digitalen Anwendungen vertraut zu machen [1]. Hierfür wurde an der Medizinischen Fakultät ein Digitalisierungscurriculum für den Studiengang der Humanmedizin erarbeitet (siehe Abbildung 1 [Abb. 1]).

Methoden: Die Entwicklung des Curriculums orientierte sich an dem Modell nach Kern und berücksichtigte die Lernziele des Nationalen Lernzielkatalogs der Medizin 2.0 [https://nklm.de/zend/menu] sowie vorhandene Digitalisierungscurricula [2]. Darüber hinaus wurden weitere Lernziele entwickelt, die den Anforderungen des standorteigenen Ausbildungskonzepts med@Ulm gerecht werden.

Ergebnisse: Ab dem klinischen Abschnitt erhalten die Studierenden die Gelegenheit, Wahlfächer im ambulanten und stationären Setting, sowie im Forschungsbereich zu belegen. Dies eröffnet den Studierenden die Möglichkeit, ihre Interessen gezielt weiterzuentwickeln und ihre Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Anwendungen, wie KI-basierte Entscheidungsunterstützungssysteme, digitale Gesundheitsanwendungen, medizinische Wearables etc., zu vertiefen.

Die Lehrveranstaltungen zeichnen sich durch eine interdisziplinäre Ausrichtung, praxisnahe Inhalte und moderne digitale Lehrformate für das Selbststudium aus. Die Absolvierung weiterführender Vertiefungsmodule ermöglicht es den Studierenden, die Wahlfächer als Studientrack „Digital Health“ anzurechnen. Dieses Programm erstreckt sich über mehrere Semester und ist durch intensive persönliche Betreuung sowie eine frühzeitige Integration in die klinische Praxis gekennzeichnet. Im Rahmen des Vertiefungsmoduls, das an die praktische Ausbildung gekoppelt ist, entwickeln die Studierenden ein Digitalisierungskonzept und implementieren einfach umsetzbare digitale Lösungen in den beruflichen Alltag. Auf diese Weise wird der digitale Wandel von der nächsten Generation der Mediziner*innen aktiv in den medizinischen Alltag getragen.

Das Curriculum befindet sich derzeit in der Erprobungsphase im Wahlbereich und soll mittelfristig in das verpflichtende Curriculum integriert werden.

Take Home Message: Durch die Implementierung dieses innovativen Curriculums werden angehende Mediziner*innen dazu befähigt, eine Vorreiterrolle in der digitalen Gesundheitsversorgung einzunehmen und aktiv die Zukunft der Medizin mitzugestalten.


Literatur

1.
Ehlers J P, Nitsche J. Digitale Lernkompetenz. In: Matusiewicz D, Werner JA, editors. Future Skills in Medizin und Gesundheit: Kompetenzen. Stärken. Menschen. Berlin: Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft; 2021.
2.
Bundesärztekammer, editor. Curriculum Digitale Gesundheitsanwendungen in Praxis und Klinik. Berlin: Bundesärztekammer; 2019.